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A620 Saarbrücken Richtung Saarlouis AS Saarlouis-Mitte Baustelle, Ausfahrt gesperrt bis 22.12.2017 16:00 Uhr (13.11.2017, 11:43)

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Holl/Kubek/Spiczak

Gebrüder Kalinski: Das ist das Geheimrezept hinter der „besten Currywurst Deutschlands"

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Brian zaubert den Besuchern die Currywurst auf den Tisch. Fotos: Maciej Spiczak/SOL.DE.

Oliver, wie seid ihr eigentlich auf den Namen „Kalinski" gekommen?
Oliver: Das war Tilo Nasts und Joseph Kleins Idee. Die beiden haben den Laden ins Leben gerufen. Ich bin quasi als dritter Bruder adoptiert worden.

Der Name geht auf die beiden zurück. Sie haben einfach mit Buchstaben und ihren Initialen jongliert. Nachdem sie einsehen mussten, dass sich aus ihren Initialen nichts passendes kreieren ließ, sind sie dann irgendwann auf diesen Familiennamen gestoßen.

Der Laden strahlt ohnehin eine sehr familiäre Atmosphäre aus.
Oliver: Das ist auch eine unserer Philosophien. Familiär, sehr freundlich, individuell - so wollen wir dem Gast begegnen. Durch die Produkte und unser Auftreten wollen wir das den Besuchern vermitteln.

Das Publikum ist sehr gemischt. Von Büro-Jobbern bis Familien mit Kindern ist alles dabei. War das von Anfang an euer Plan oder hattet ihr eine bestimmte Zielgruppe im Kopf?
Oliver: Wir wollen für jeden da sein. Die Liebe zu schnellem, guten Essen soll die Leute verbinden. Wir hatten auch schon Politiker hier.

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Eine üppige Getränkeauswahl gehört im Kalinski natürlich auch dazu.

Die Süddeutsche Zeitung hat eure Wurst Anfang des Jahres als „beste Currywurst Deutschlands" bezeichnet. Wie kam es zu der Ehre?
Oliver: Der Redakteur ist Saarländer und hatte angefragt. Wir wussten über die Überschrift gar nicht Bescheid. Wir sind dabei sehr gut weggekommen, obwohl das Telefon-Interview nur sehr kurz war. Anscheinend war der Redakteur sehr überzeugt von uns. Dadurch haben wir natürlich einen enormen Schub bekommen, auch viele Saarländer sind durch den Artikel erst so richtig auf uns aufmerksam geworden.

Für einen derart beliebten Laden macht ihr auch vergleichsweise wenig Promotion.
Oliver: Wir machen Marketing fast ausschließlich in sozialen Medien. Wir treten aber auch auf lokalen Events auf und bieten unsere Produkte dort an. So haben wir zum Beispiel schon auf dem Nauwieser Fest gearbeitet oder kooperieren mit dem Silo.

Die Gefahr besteht, dass wir viel zu hip rüberkommen. Das wollen wir nicht, da man dann ganz schnell ins Arrogante abrutschen kann. Sich den Namen von Stammkunden oder ihre Wünsche zu merken, solche Dinge machen uns stark.

Was denkt ihr selbst, warum ihr so beliebt seid?
Oliver: Kundenfreundlichkeit ist das allerwichtigste, daran müssen wir ständig arbeiten. Der Hauptaspekt ist aber, glaube ich, die Qualität des Essens und der Geschmack. Wir haben ein starkes Vertrauensverhältnis zu unseren Lieferanten, sodass unsere Mitarbeiter auch von den Produkten überzeugt sind.

Brian: Manchmal sieht man den Leuten auch einfach an, wie sehr ihnen das Essen geschmeckt hat. Die kommen dann zu dir und bedanken sich. Wir machen Leute glücklich.

Oliver, du lebst selbst seit 22 Jahren vegan. Wie ist das für dich, mit Fleisch zu arbeiten?
Oliver: Eine meiner ersten Amtshandlungen hier war es, die vegane Currywurst einzuführen. Wir haben damit ein hervorragendes Produkt hergestellt, das für sich alleine steht. Auch fleischessende Menschen mögen es.

Ich selbst ernähre mich mit voller Überzeugung vegan, kann mich aber auch mit unseren Fleisch-Produkten identifizieren.

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Neben „normalen" Currywürsten bieten die Gebrüder Kalinski auch Specials an.

Wie sind eure Pläne für die Zukunft?
Oliver: Wir sind happy, dass der Laden nach drei Jahren gut angelaufen ist. Seit Oktober sind wir im Ovid. Die drei Baustellen, die wir haben (Gebrüder Kalinski, Brot & Seele, Ovid, Anm. d. Red.), wollen wir stark machen.

Im Ovid sind Änderungen im Erscheinungsbild geplant. Es soll insgesamt gemütlicher werden. Auch Frühstück soll bei uns möglich sein. Die Produkte aus dem Brot & Seele sollen zum Kaffee gereicht werden können. Am Abend soll es Tapas geben.

Was sind die ungewöhnlichsten Bestellungen bei euch?
Oliver: Unsere Karte bietet ohnehin schon sehr viele Kombinationsmöglichkeiten, was auf den ein oder anderen ungewöhnlich wirken kann. Aber sowas wie Käsespätzle mit Currysoße überrascht dann schon. Wir erfüllen dem Kunden dann natürlich auch gerne ausgefallene Wünsche.

Gibt es bei euch sowas wie eine Secret-Order? Also ein Codewort bei Bestellungen?
Oliver: Das direkt nicht. Manche Kunden wissen aber, dass wir alle Bestellungen mit Hand aufschreiben und dabei Abkürzungen benutzen. So bestellt manch einer dann eine „CWRSK" - eine Currywurst rot mit Süßkartoffeln.

Brian: Das geht auch eher in die andere Richtung bei uns. Wir sind sehr ehrlich und bodenständig. Wir bieten dem Kunden auch immer den besten Preis an. Beispiel: Eine Flasche Wasser kostet 2,50 Euro, oft kaufen die Kunden zwei Flaschen. Da biete ich dem Kunden dann eine große Flasche für 4,50 Euro an. Genauso geht das natürlich auch bei Currywurst und Pommes. Die Leute merken dann: Die wollen nicht nur mein Geld, die sind ehrlich.

Was sind eigentlich eure Lieblingsgerichte im Kalinski? Oliver, bei dir erübrigt sich ja die Frage.
Brian: Ich mag die Schwenkbratenwurst sehr sehr gerne. Du hast den Geschmack von einem Schwenker, eingelegt in Zwiebeln. Die Wurst hat einen deftigen und sehr würzigen Geschmack. Mit einer scharfen Soße und angeschwenkten Zwiebeln wird das Ganze dann zu meinem absoluten Favorite.

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Et voilà: Die „Rostwurst nach Schwenkbraten-Art".

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