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Angst um Gesundheit und Sicherheit: Hilferuf einer weiteren Saarbrücker Schule

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Sogar ein Fernsehteam von RTL war bei der Bruchwiesen-Schule in Saarbrücken zu Besuch. Foto: BeckerBredel

„Bei uns ist die Hölle los!“, heißt es gestern aus dem Sekretariat der Gemeinschaftsschule Bruchwiese in Saarbrücken. Die Berichterstattung der SZ über den Brandbrief des Kollegiums über die verheerenden Zustände an der Schule haben für Medienrummel gesorgt.

Weitere Schule meldet sich
Dies sei kein Einzelfall, kommentierten Bildungsakteure. Der SZ liegt nun ein weiteres Schreiben vor: Auf sechs Seiten schildern die Lehrer der Gemeinschaftsschule (GemS) Saarbrücken-Dudweiler Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) ihre zunehmende Überforderung und Frustration.

Das Arbeitspensum und die Arbeitsbedingungen wirkten sich „im höchsten Maße negativ auf unsere Gesundheit und die allgemeine Sicherheit an unserer Schule“ aus. Der Krankenstand im Kollegium sei so hoch wie nie: „Unter den jetzigen Bedingungen sehen wir uns nicht mehr in der Lage, unserem Bildungsauftrag gerecht zu werden.“

Mit Sorge beobachte das Kollegium eine sinkende Kooperationsbereitschaft der Eltern. Diese erschienen nur in geringer Zahl bei Elternabenden und beschwerten sich in unangemessener Form. Auch die Zahl der gewaltsamen Konflikte zwischen den Schülern steige. Es fehle eine ausreichende psychologische Betreuung von Schülern und Lehrern.

Es fehle zudem an Förderschullehrern, geeigneten Räumlichkeiten sowie Zeit für Absprachen. „Wir arbeiten an der Nahtstelle, an der die Gesellschaft auseinanderbricht, und fühlen uns im Stich gelassen, da wir erkennen müssen, dass das bestehende System kollabiert“, schreiben sie.

Das sagt das Bildungsministerium
Auf SZ-Anfrage heißt es aus dem Bildungsministerium: „Das Ministerium nimmt diese Belastungsanzeige sehr ernst und hält die Verstärkung der Ressourcen und den Aufbau multiprofessioneller Teams an der Gemeinschaftsschule Dudweiler und auch an anderen Gemeinschaftsschulen mit ähnlichen Belastungen für notwendig.“

Im neuen Jahr sollen laut Ministerium zehn besonders belastete Schulen im Raum Völklingen, Saarbrücken und Neunkirchen (fünf Grundschulen und fünf Gemeinschaftsschulen) mehr Ressourcen erhalten, die etwa für Doppelbesetzung des Unterrichts, für kleinere Klassen und für zusätzliche Fördermaßnahmen eingesetzt werden können. Schulen sollen Anrechnungsstunden für notwendige Absprachen erhalten.

Lehrer durch Experten bei der Erstellung von Förderkonzepten unterstützt werden und an Schulen, die mit ähnlichen Bedingungen erfolgreich umgehen, hospitieren können. Im Haushalt 2018 seien zusätzlich 446 000 Euro für belastete Schulen eingeplant.

Mit Verwendung von SZ-Material (Ute Kirch).

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