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Warum die Zahl der Drogentoten im Saarland immer mehr steigt

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Günstig und gefährlich: Crack. Symbolfoto: Boris Roessler/dpa-Bildfunk

Es ist ein trauriger Trend, der sich seit Jahren fortsetzt. In den vergangenen vier Jahren hat sich die Zahl der Drogentoten im Saarland fast vervierfacht. 2014 waren es noch acht, 2016 dann 27 und im vergangenen Jahr zählte das Landespolizeipräsidium 29 Menschen, die infolge des Drogenkonsums gestorben sind.

Die Zahl könnte sogar weiter steigen. Denn in einem oder zwei weiteren Todesfällen steht das Ergebnis des toxikologischen Gutachtens noch aus.

Das sagen Experten 
Der Drogenbeauftragte der Landesregierung, Stephan Kolling, bezeichnet diese Entwicklung als „erschreckend“. Die häufigste Todesursache sei nach wie vor eine Überdosis, jedoch würden sich seit einiger Zeit die Fälle häufen, in denen Abhängige an einer Kombination von Rauschgiften sterben.

„Seit 2016 beobachten wir die Tendenz, dass Abhängige harte Drogen mischen – beispielsweise Heroin und Amphetamine“, sagt auch Dr. Josef Mischo, Präsident der Ärztekammer des Saarlandes und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Sucht und Drogen“ der Bundesärztekammer.

Kolling ergänzt, Drogen wie Opioide und Opiate seien derzeit auf dem Markt einfach zu beschaffen: „Schuld ist neben der Verfügbarkeit auch der niedrige Preis für illegale Drogen.“

Bundesweiter Trend
Aber nicht nur im Saarland steigt die Zahl der Drogenopfer, sondern auch bundesweit – allein im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 1333 Tote. Die genauen Gründe, warum immer mehr Menschen wegen einer Überdosis sterben, seien nicht genau bekannt, sagt Mischo.

„Wir vermuten jedoch, dass die Drogen in ihrer Substanz reiner und damit gefährlicher geworden sind.“ Der steigende Reinheitsgehalt sei problematisch, da viele die Gefahren einer Überdosis unterschätzen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Stephanie Schwarz).

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