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Berichte: Trump-Beraterin erfindet «Massaker» durch Iraker

Sie weiß von Massakern, die es wohl nie gegeben hat: Trumps Spitzenberaterin Kellyanne Conway. Foto: Manuel Balce Ceneta

Sie weiß von Massakern, die es wohl nie gegeben hat: Trumps Spitzenberaterin Kellyanne Conway. Foto: Manuel Balce Ceneta

Nach Kritik in den Medien und sozialen Netzwerken sprach Conway auf Twitter von einem Versprecher.

In einem Interview des Nachrichtensenders MSNBC hatte Conway am Donnerstag mit Hinweis auf Trumps Amtsvorgänger Barack Obama gesagt: «Ich wette, dass es den Leuten völlig neu ist, dass Präsident Obama ein sechsmonatiges Verbot des irakischen Flüchtlingsprogramms hatte, nachdem zwei Iraker in dieses Land gekommen und radikalisiert worden waren und die Drahtzieher des Massakers von Bowling Green waren.»

Die Menschen wüssten nichts über Obamas Maßnahmen, sagte Conway. «Die meisten Leute wissen das nicht, weil nicht darüber berichtet wurde.» Trump hatte ein vorübergehendes Einreiseverbot gegen Flüchtlinge sowie Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern erlassen - darunter auch der Irak.

Allerdings gab es weder jemals ein Massaker oder einen Anschlag in der Stadt Bowling Green im Bundesstaat Kentucky, noch einen Einreisestopp gegen irakische Flüchtlinge, wie US-Medien berichteten.

Nach Angaben der «Washington Post» sieht die Wahrheit etwas anders aus: Zwei Iraker waren im Jahr 2011 festgenommen und später zu langen Haftstrafen verurteilt worden, nachdem sie in Bowling Green versucht hatten, dem Terrornetzwerk Al-Kaida Geld und Waffen in den Irak zu schicken. Daraufhin verschärfte die Regierung von Barack Obama die Überprüfungen irakischer Flüchtlinge.

Am Freitagmorgen schrieb Conway auf Twitter, sie habe eigentlich «Bowling Green Terroristen» sagen wollen, und verwies auf einen Medienbericht zu den Festnahmen. Conway war Trumps Wahlkampfleiterin und arbeitet nun im Weißen Haus. Sie ist auch dafür bekannt, dass sie vor kurzem eine falsche Aussage von Trumps Sprecher Sean Spicer als «alternative Fakten» bezeichnete.

Bericht der Washington Post mit Video des MSNBC-Interviews

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