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Bewegung in Zypern-Gesprächen: Türkei bietet Truppenabzug an

Warnschild an der Pufferzone zwischen dem griechischen und dem türkischen Teil Zyperns. Foto: Can Merey

Warnschild an der Pufferzone zwischen dem griechischen und dem türkischen Teil Zyperns. Foto: Can Merey

Beim größten Hindernis für die Wiedervereinigung der Mittelmeerinsel Zypern gibt es offenbar Bewegung: Die Türkei ist nach Informationen aus Verhandlungskreisen im Schweizer Alpendorf Crans-Montana zumindest zu einem Teilabzug seiner 35 000 Soldaten von der Insel bereit.

Langfristig solle nur ein kleines Kontingent bleiben, bot der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu nach diesen Angaben an. Griechische Zyprer und Griechenland stehen auf dem Standpunkt, dass ein vereinigtes Zypern als EU-Mitglied keine Sicherheitskräfte von außen brauche.

Die Insel ist seit einem Putsch in Griechenland und einer türkischen Invasion 1974 geteilt. Zehntausende Menschen wurden damals aus ihren Dörfern vertrieben und mussten in den anderen Landesteil ziehen. Der kleinere türkische Teil ist international nicht anerkannt. Türkische und griechische Zyprer verhandeln in Crans-Montana in der Schweiz unter UN-Vermittlung mit Vertretern der Garantiemächte Griechenland, Türkei und Großbritannien. Ziel ist eine Föderation.

UN-Generalsekretär António Guterres wollte die Verhandlungen persönlich voranbringen. Der UN-Chefdiplomat wurde am Freitag in Crans-Montana erwartet.

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