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Erbitterte Kämpfe um IS-Hochburg Al-Rakka

Irakische Soldaten der 9. und 16. Kompanie nehmen an einer Operation zu Befreiung des Stadtteils Al-Zinjili im Westteil der Stadt Mossul von der Terrormiliz Islamischer Staat teil. Foto: Andrea DiCenzo

Irakische Soldaten der 9. und 16. Kompanie nehmen an einer Operation zu Befreiung des Stadtteils Al-Zinjili im Westteil der Stadt Mossul von der Terrormiliz Islamischer Staat teil. Foto: Andrea DiCenzo

Kurdische Einheiten und Kämpfer des IS haben sich heftige Kämpfe um die syrische IS-Hochburg Al-Rakka geliefert. Bei den Gefechten in Wohngebieten im Westen und Osten der Stadt meldeten die Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) Geländegewinne.

Unter anderem sei eine wichtige Zitadelle im Westen Al-Rakkas eingenommen worden, die wegen ihrer Lage auf einem Hügel strategische Bedeutung hat.

Die von einer US-geführten Militärkoalition unterstützten Kämpfer waren am Dienstagabend, nur wenige Stunden nach dem Beginn des Sturms auf die inoffizielle IS-Hauptstadt, eigenen Angaben zufolge in das östliche Stadtviertel Al-Moscheileb eingedrungen.

Die SDF bestehen neben den führenden kurdischen Volksschutzeinheiten YPG auch aus arabischen Kämpfern. Die US-Regierung hatte vergangenen Monat angekündigt, die YPG mit Handfeuerwaffen, Maschinengewehren und gepanzerten Fahrzeugen auszurüsten. Unterstützt werden die Truppen von Luftangriffen der Anti-IS-Allianz unter Führung der USA.

Seit dem Start der Militäroperation zur Befreiung Al-Rakkas im November sind die SDF-Truppen immer weiter auf die inoffizielle Hauptstadt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgerückt. Nach Süden hin ist Al-Rakka trotz militärischer Erfolge der IS-Gegner noch immer an die IS-Gebiete im Osten Syriens und im Irak angebunden.

Neben dem fast komplett eroberten Mossul im Irak gilt der Ort am Fluss Euphrat als wichtigste Stadt in den Händen des IS. Al-Rakka wird seit 2014 von den Extremisten beherrscht.

Im Süden Syriens griff die US-geführte Militärkoalition erneut regierungsnahe Kräfte aus der Luft an. Mehr als 60 Kämpfer seien am Dienstag mit einem Panzer, Artilleriegeschützen, gepanzerten Fahrzeugen und Flugabwehrwaffen in eine Deeskalationszone nahe At Tanf eingedrungen, teilte das US-Militär mit. Sie hätten eine Gefahr für Koalitionskräfte und Verbündete dargestellt. Nach mehreren Warnungen habe das Bündnis sie daher aus der Luft angegriffen. Zwei Artilleriegeschütze und eine Flugabwehrwaffe seien zerstört und der Panzer beschädigt worden. Es blieb zunächst unklar, ob es Tote gab.

Bereits am 18. Mai hatten die USA regierungsnahe Milizen angegriffen, die sich der Deeskalationszone genähert hatten. Das US-Militär bildet dort eigenen Angaben zufolge Verbündete im Kampf gegen den IS aus.

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