L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

20°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
20°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Ermittler finden Video mit IS-Treueeid von Pariser Angreifer

Polizisten vor der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Der Angreifer soll sich in einem Video zum IS bekannt haben. Foto: Matthieu Alexandre

Polizisten vor der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Der Angreifer soll sich in einem Video zum IS bekannt haben. Foto: Matthieu Alexandre

Nach dem Hammer-Angriff auf einen Polizisten vor der Pariser Kathedrale Notre-Dame verdichten sich die Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Der mutmaßliche Täter habe in einem Video einen Eid auf den IS geleistet, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur.

Die Wohnung des Mannes im Pariser Umland war in der Nacht von Ermittlern durchsucht worden. Der Verdächtige, der nach Medienberichten 40 Jahre alt ist und aus Algerien stammt, wurde am Mittwoch im Krankenhaus in Polizeigewahrsam genommen, bestätigten die Justizkreise.

Der Mann hatte sich am Dienstag im Herzen der Hauptstadt einer Polizeipatrouille genähert, mit einem Hammer auf einen Beamten eingeschlagen und dabei geschrien: «Das ist für Syrien». Ein weiterer Polizist eröffnete daraufhin das Feuer und stoppte ihn. Die Anti-Terror-Experten der Pariser Staatsanwaltschaft ermitteln. Einen Tag nach dem Zwischenfall strömten wieder zahlreiche Touristen und Gläubige in das weltbekannte Gotteshaus.

Der Angreifer war nach Medienberichten den französischen Geheimdiensten unbekannt. Er sei Doktorand im Fach Informations- und Kommunikationswissenschaft an der Universität von Lothringen in Metz, berichtete der Nachrichtensender Franceinfo. Sein Doktorvater Arnaud Mercier sagte dem Sender BFMTV, der Akademiker habe demokratische Werte verteidigt und sei nie als Vertreter des Islamismus aufgefallen.

Der Staat verstärkt unterdessen den Anti-Terror-Kampf. Präsident Emmanuel Macron baut im Élyséepalast ein «Nationales Zentrum zur Terrorabwehr» auf, das die Arbeit der verschiedenen Geheimdienste abstimmen wird.

Der ursprünglich bis Mitte Juli befristete Ausnahmezustand im Land soll bis zum 1. November verlängert werden. Der Ministerrat wird am 21. Juni zudem über ein neues Gesetz beraten, um die Sicherheit der Franzosen nach Auslaufen des Ausnahmezustandes zu gewährleisten. Frankreich war in den vergangenen zweieinhalb Jahren mehrfach Ziel islamistischer Anschläge, fast 240 unschuldige Menschen kamen dabei ums Leben. Besonders gespannt ist die Lage auch wegen der ersten Runde der Parlamentswahl am Sonntag.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein