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Grüne fordern mehr Einsatz für den Arktis-Schutz

Eisdecke auf dem Arktischen Ozean am Nordpol. Foto: Ulf Mauder/Archiv

Eisdecke auf dem Arktischen Ozean am Nordpol. Foto: Ulf Mauder/Archiv

Die Bundesregierung müsse für ein vorläufiges Verbot der Rohstoffförderung in Schutzzonen der Arktis werben und ihre Anstrengungen im Klimaschutz verstärken, sagte Fraktionschef Anton Hofreiter anlässlich des Treffens des Arktischen Rates in Fairbanks in Alaska. Dass die Arktis viel schneller schmelze als befürchtet, gehe jeden an: «Das ist ein ökologisches Desaster und geht uns alle an: Ein steigender Meeresspiegel wäre auch für uns bedrohlich.»

Im Arktischen Rat sitzen Vertreter der acht Anrainerstaaten und indigener Völker. Deutschland hat einen Beobachterstatus.

In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen hat die Bundesregierung alarmierende Fakten zur Arktis zusammengetragen. So ist etwa die Fläche des Meereises innerhalb der vergangenen 20 Jahre um 1,21 Millionen Quadratkilometer zurückgegangen - das ist mehr als dreimal die Fläche von Deutschland. Der Anteil von mindestens vier Jahre altem und damit dickerem und stabilerem Eis ist seit 1985 von 16 auf 1,2 Prozent gesunken, der Anteil des dünneren, fragileren einjährigen Meereises dagegen von 55 auf 78 Prozent gestiegen.

Die grüne Naturschutz-Politikerin Steffi Lemke forderte, den deutschen Klimaschutzplan 2050 nachzubessern «und endlich mit konkreten und angemessenen Maßnahmen zu untermauern». Die Opposition im Bundestag fordert statt eines Plans ohne Sanktionen ein Klimaschutz-Gesetz.

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