Saarland: Auf der L 346 kommt es zwischen Honzrath und Düppenweiler zu einer Vollsperrung auf Grund eines Verkehrsunfalls. (15:19)

Priorität: Sehr dringend

2°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
2°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Kamerun hat trotz Boko Haram 100 000 Nigerianer abgeschoben

Christliche Mädchen aus Chibok, die nach drei Jahren aus der Hand der islamistischen Boko Haram befreit worden waren. Die Extremisten terrorisieren seit 2009 den Nordosten Nigerias. Foto: Sunday Aghaeze

Christliche Mädchen aus Chibok, die nach drei Jahren aus der Hand der islamistischen Boko Haram befreit worden waren. Die Extremisten terrorisieren seit 2009 den Nordosten Nigerias. Foto: Sunday Aghaeze

Darum habe auch das UN-Flüchtlingshilfswerk bereits an Kamerun appelliert, die Abschiebungen einzustellen, bis sich die Sicherheits- und Versorgungslage im benachbarten Nigeria verbessert habe.

Kamerunische Soldaten hätten immer wieder Flüchtlinge aus Nigeria gefoltert, sexuell missbraucht oder gewaltsam abgeschoben, erklärte HRW unter Berufung auf Gespräche mit mehr als 60 betroffenen Flüchtlingen. Das Verhalten komme einer kollektiven Bestrafung aller Nigerianer gleich und ziele wohl darauf ab, Nigerianer davon abzuhalten, in Kamerun Asyl zu suchen, hieß es weiter.

Die sunnitischen Extremisten der Boko Haram terrorisieren seit 2009 den Nordosten Nigerias und angrenzende Gebiete. Bei Anschlägen und Angriffen der Gruppe sind seither mindestens 20 000 Menschen ums Leben gekommen, über zwei Millionen sind vor der Gewalt geflohen.  

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein