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Labour hofft auf Machtwechsel in Neuseeland

Die neue Chefin der neuseeländischen Labour Party, Jacinda Ardern. Foto: Shirley Kwok

Die neue Chefin der neuseeländischen Labour Party, Jacinda Ardern. Foto: Shirley Kwok

Bei der heutigen Parlamentswahl in Neuseeland ist nach den letzten Meinungsumfragen mit einem knappen Ergebnis zu rechnen. Die Konservativen unter Premierminister Bill English (55), die seit 2008 an der Regierung sind, wollen ihre Macht verteidigen.

Dagegen hofft die sozialdemokratische Opposition unter ihrer Spitzenkandidatin Jacinda Ardern (37) nach einer beeindruckenden Aufholjagd im Wahlkampf auf einen Wechsel.

Für die Mehrheit im Parlament des Pazifikstaats mit 4,7 Millionen Einwohnern sind 61 von 120 Sitzen erforderlich. Nach der jüngsten Erhebung des «New Zealand Herald» kann die konservative National Party mit 56 Mandaten rechnen. Die sozialdemokratische Labour-Partei würde 49 Mandate erhalten. Beides reicht für eine Alleinregierung nicht, so dass eine Koalitionsregierung wahrscheinlich ist.

Entscheidend wird möglicherweise das Abschneiden der populistischen Anti-Einwanderer-Partei New Zealand First (Neuseeland zuerst). Deren Parteichef Winston Peters hat offen gelassen, mit wem er lieber eine Koalition bilden würde. Labour hofft darauf, dass es auch für ein Bündnis mit den Grünen reicht. In der jüngsten Erhebung fehlten dafür jedoch drei Mandate.

Der Wahlkampf wurde erst in den letzten Wochen spannend. Noch Ende Juli hatte alles nach einem klaren Erfolg für den recht neuen Amtsinhaber English ausgesehen. Der frühere Finanzminister ist seit Dezember im Amt.

Labour wechselte dann jedoch überraschend Parteichef und Spitzenkandidaten aus. Der bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Ardern gelang es, mit einem sehr auf sie zugeschnittenen Wahlkampf den Abstand in den Meinungsumfragen drastisch zu reduzieren. Teils lag Labour sogar vorn. Die neuseeländischen Zeitungen sprachen - angelehnt an den ungewöhnlichen Vornamen der Spitzenkandidatin - von «Jacinda-Manie».

Wichtige Themen des Wahlkampfs waren die Einwanderungspolitik sowie die steigenden Mieten und Immobilienpreise. Erwartet wird, dass die Wahlbeteiligung höher liegt als in früheren Jahren. Mehr als 800 000 Neuseeländer nutzten bereits die Gelegenheit, ihre Stimme früher abzugeben - ein Rekord. Das Ergebnis wird noch am Samstagabend erwartet.

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