L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Medien: Trump will ExxonMobil-Chef als Außenminister

Tillerson, Präsident und Geschäftsführer von ExxonMobil, hat enge Verbindungen nach Russland. Foto: Rex C. Curry

Tillerson, Präsident und Geschäftsführer von ExxonMobil, hat enge Verbindungen nach Russland. Foto: Rex C. Curry

Der designierte US-Präsident Donald Trump will nach Informationen mehrerer Medien einen Topmanager aus der Ölindustrie mit Verbindungen zu Russland und Kremlchef Wladimir Putin zum Außenminister machen.

Es sei zu erwarten, dass er den Präsidenten und Geschäftsführer des Mineralölkonzerns ExxonMobil, Rex Tillerson, für das Amt nominiere, berichteten unter anderem der Sender NBC News, die «Washington Post» und die «New York Times» am Wochenende unter Berufung auf unterrichtete Kreise.

Trump selber bestätigte zunächst nicht, dass er sich für Tillerson entschieden habe. Er lobte den 64-Jährigen aber in einem Interview des Senders Fox News in den höchsten Tönen.

Tillerson habe nicht nur ein Riesenunternehmen erfolgreich gelenkt: «Er ist viel mehr als ein Geschäftsmanager. Er ist ein Weltklasse-Spieler. Er kennt viele der Spieler, und er kennt sie gut. Er schließt massive Verträge mit Russland ab - für das Unternehmen, nicht für sich selbst.»

Tillerson hat seine gesamte berufliche Karriere bei ExxonMobil verbracht und verfügt über keinerlei diplomatische Erfahrungen auf dem politischen Parkett. Allerdings bohrt und forscht der Konzern in mehr als 70 Ländern auf allen Kontinenten.

So schloss Exxon 2011 einen Vertrag mit dem staatlich kontrollierten russischen Unternehmen Rosneft zu gemeinsamen Probeölbohrungen und Erschließungen in der Arktis und in Sibirien. Zwei Jahre später ehrte der Kreml Tillerson mit dem «Orden der Freundschaft», einer Auszeichnung für Ausländer. Tillerson, der Zeitungsberichten zufolge persönlich mit Putin-Vertrauten getafelt hat, ist auch ein Gegner der westlichen Sanktionen gegen Russland.

Vor diesem Hintergrund äußerten die prominenten republikanischen Senatoren John McCain und Lindsey Graham am Samstag auch Bedenken gegen die mögliche Nominierung. Putin sei ein «Verbrecher, ein Tyrann und ein Mörder, und jeder, der ihn anders beschreibt, lügt», sagte McCain. «Wenn jemand vom Kreml eine Auszeichnung erhält, dann wird es einige Fragen geben», erklärte Graham.

Der Senat muss bei der Besetzung von Kabinettsposten grünes Licht geben, und die Äußerungen der beiden prominenten Republikaner deuten im Fall einer Nominierung von Tillerson auf ein zumindest sehr lebhaftes Bestätigungsverfahren hin.

Zuletzt waren unter anderem auch der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney und der ehemalige CIA-Chef David Petraeus als mögliche Anwärter auf den Posten des Chefdiplomaten gehandelt worden. Der New Yorker Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani, einer der lautstärksten Trump-Unterstützer im Wahlkampf, stieg dagegen aus dem Rennen aus. Nicht freiwillig, wie es in Medienberichten hieß: Demnach soll er Trump verärgert haben, indem er das Außenministeramt öffentlich für sich reklamiert habe.

Eine Entscheidung für Tillerson würde in zweifacher Hinsicht in das bisherige Trump-Konzept passen. Der Republikaner hat im Wahlkampf wiederholt seinen Wunsch nach verbesserten Beziehungen zu Russland bekundet. Und er hat bereits mehrere Posten mit wohlhabenden Geschäftsleuten ohne politische Erfahrung besetzt.

So holt er nach übereinstimmenden Medienberichten auch einen dritten Manager der Investmentbank Goldman Sachs an seine Seite. Demnach soll der 56-jährige Gary Cohn aus der Führung des Unternehmens an die Spitze des nationalen Wirtschaftsrates wechseln und damit die gesamte Wirtschaftspolitik koordinieren. Anders als Kabinettsmitglieder müsste er nicht vom Senat bestätigt werden.

Auch der designierte Finanzminister Steve Mnuchin und der künftige Chefstratege im Weißen Haus, Stephen Bannon, haben für Goldman Sachs gearbeitet. Während des Wahlkampfs hatte Trump noch über einen längeren Zeitraum immer wieder betont, seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton werde von dem Unternehmen «total kontrolliert».

NBC News

Fox News

Washington Post

New York Times

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein