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Merkel: Beim Brexit geht es für Iren um «Frieden und Krieg»

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt den irischen Premierminister Enda Kenny in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt den irischen Premierminister Enda Kenny in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini

Für den EU-Partner Irland gehe es «wirklich im Mark» um Fragen von Frieden und Krieg, sagte Merkel vor einem Gespräch mit dem irischen Premierminister Enda Kenny in Berlin. Die EU-Staaten würden dem Mitglied Irland helfen, so weit wie möglich seine Interessen zu vertreten.

Kenny sagte, Großbritannien und Irland seien im Friedensprozess für Nordirland als Garantiemächte des Karfreitagsabkommens von 1998 eng verbunden. «Nichts darf und sollte diesen Friedensprozess und die Stabilität in Nordirland untergraben», allerdings seien Frieden und Stabilität «sehr fragil». Für den Premier ist «von entscheidender Bedeutung, dass es keine Rückkehr zu einer harten Grenze gibt».

Die künftige EU-Außengrenze zwischen Irland, das zur EU gehört, und Nordirland als Teil des Vereinigten Königreichs ist ein besonders heikler Punkt der britisch-irischen Beziehungen. Beide Staaten haben zudem praktisch einen gemeinsamen Binnenmarkt im Kleinen.

Merkel hob hervor, dass Irland sehr erfolgreich Reformen gemeistert habe und inzwischen «grandiose Wachstumsraten» habe. Kenny sagte, Irland sei auch wirtschaftlich «mehr als alle anderen Länder den möglichen negativen Auswirkungen des Brexits ausgesetzt». Man habe sehr hart für den Wiederaufbau der Wirtschaft seit der Finanzkrise gearbeitet und ernte nun die Früchte mit einer in kurzer Zeit von gut acht auf 6,4 Prozent gefallenen Arbeitslosenquote. «Wir können nicht zulassen, dass dieser Trend sich wieder umkehrt», sagte Kenny.

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