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Nordkorea: Betteln nicht um Chinas Freundschaft

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un lässt seine Staatsmedien auf den traditionellen Verbündeten China los. Foto: KCNA

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un lässt seine Staatsmedien auf den traditionellen Verbündeten China los. Foto: KCNA

Nordkorea hat über seine Staatsmedien überraschend scharfe Kritik am traditionellen Verbündeten China geübt. Hintergrund sind demnach vor allem Kommentare des kommunistischen chinesischen Parteiorgans «Volkszeitung» und der von ihr herausgegebenen «Global Times».

Beeide Medien bezeichneten Nordkoreas Zugang zu Atomwaffen als Bedrohung der Sicherheitsinteressen Chinas.

«China sollte nicht länger die Grenze der Geduld Nordkoreas austesten», hieß es in einem am Mittwochabend von der Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Kommentar. China hätte besser die «schwerwiegenden Konsequenzen» überdenken sollen. 

In dem Kommentar, der keiner offiziellen Stelle zugeordnet wurde, verteidigte der Autor die Herstellung von Atomwaffen durch Pjöngjang. Diese Linie könne weder erschüttert werden, noch werde Nordkorea «um den Erhalt der Freundschaft mit China» betteln.

Chinas Regierung reagierte auf die Kritik ausweichend. «China hält an der Denuklearisierung der (koreanischen) Halbinsel fest», sagte Außenamtssprecher Geng Shuang in Peking. Der Streit um das Atomprogramm Nordkoreas müsse durch Dialog gelöst werden.

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