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Weißes Haus setzt umstrittene Briefing-Praxis fort

Sean Spicer, Pressesprecher des Weißen Hauses, während einer Pressekonferenz im Mai. Foto: Andrew Harnik

Sean Spicer, Pressesprecher des Weißen Hauses, während einer Pressekonferenz im Mai. Foto: Andrew Harnik

Journalisten in den USA protestieren gegen die fortgesetzte Praxis des Weißen Hauses, das tägliche Briefing entweder ohne Kameras stattfinden oder ganz ausfallen zu lassen.

Auch für Montag war lediglich eine Unterrichtung von Donald Trumps Sprecher Sean Spicer «off camera» geplant, also ohne Übertragung. Nur wenige Journalisten können persönlich an Briefings teilnehmen.

Der Sprecher der Vereinigung der Korrespondenten im Weißen Haus, Jeff Mason, hatte zuletzt vergangene Woche eindringlich gemahnt, die täglichen Briefings fortzusetzen und immer auch audiovisuell übertragen zu lassen. Sie seien eine unverzichtbare Quelle der Transparenz.

Nach Trumps Rückkehr von seiner ersten Auslandsreise war Spicer erst acht Mal zu kompletten Briefings erschienen, das ist vergleichsweise sehr wenig. Oft wird lediglich zu «gaggles» eingeladen, Unterrichtungen ohne Bild und Ton.

Trump und sein Stab spielen seit Monaten öffentlich mit dem Gedanken, die Briefings herunterzufahren. Zuletzt hatte Spicer gesagt, die meisten Fragesteller seien eh nur auf Social-Media-Ruhm aus. Das Verhältnis des Weißen Hauses unter Trump zu Medien ist schlecht.

Eine offizielle Verlautbarung der US-Regierung zu ihrer Informationspolitik gibt es nicht. Die momentane Praxis spricht für still umgesetzte Änderungen.

Der Sinn der Briefings in der Ära Trump ist umstritten. Die einen halten sie für eine der wenigen Möglichkeiten öffentlichen Zugangs zur US-Regierung. Andere sagen, die Unterrichtungen seien sinnlos geworden, weil Trumps Sprecher oft erkennbar die Unwahrheit sagten.

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