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1:0 in Darmstadt: FC Bayern enttäuscht vor Leipzig-Spiel

Douglas Costa (l) war der Matchwinner für den FC Bayern. Foto: Hasan Bratic

Douglas Costa (l) war der Matchwinner für den FC Bayern. Foto: Hasan Bratic

Die Kampfansagen an RB Leipzig klangen für Münchener Verhältnisse sehr bescheiden.

«Wer gegen Madrid, Barcelona oder Manchester United gespielt hat, der ist auch gegen Rasenballsport bereit», sagte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern München, nach einem äußerst schwachen 1:0 (0:0)-Sieg bei Darmstadt 98.

Diese Aussage sollte so etwas wie Gelassenheit verbreiten. Denn jeder der 17 400 Zuschauer am Böllenfalltor hatte zuvor gesehen, dass sich die Bayern im Bundesliga-Knaller gegen Leipzig am Mittwochabend gewaltig steigern müssen. Douglas Costa sorgte mit einem schönen Distanzschuss in der 71. Minute wenigstens dafür, dass der deutsche Meister und nicht der finanzstarke Aufsteiger als Tabellenführer in das Spitzenspiel zweier jetzt wieder punktgleicher Teams geht. Ansonsten aber spielten die Münchener bei ihrer Generalprobe in Darmstadt so emotionslos und fehlerhaft wie schon häufiger in dieser Saison.

«Wir haben gegen den Tabellenletzten gespielt. Wie wir aufgetreten sind, das war nicht der FC Bayern», kritisierte Bayern-Keeper Manuel Neuer in einem «Sky»-Interview. Auch Rummenigge hatte nach vergleichbaren Auftritten in dieser Saison auch schon einmal die Verbalkeule ausgepackt. Diesmal entschied er sich dafür, die Ruhe zu bewahren. «Ich habe schon vorher zu Carlo (Ancelotti) gesagt: Das schwerste Spiel dieser Woche haben wir heute hier. Deshalb war es wichtig, dass wir die drei Punkte geholt haben», meinte der Vorstandschef.

Der Auftritt in Darmstadt schien für die Bayern von vornherein nur unter einer Prämisse zu stehen: bloß nichts riskieren und bloß nicht zu viele Kräfte lassen vor dem Knaller nur drei Tage später gegen Leipzig. Arjen Robben blieb zur Schonung gleich zu Hause. Und auch als Philipp Lahm während des Aufwärmens über leichte muskuläre Probleme klagte, wurde er sofort aus dem Team genommen und durch Rafinha ersetzt.

Auch das gesamte Münchener Spiel in Darmstadt verlief im Schongang. Die Bayern waren überlegen, aber nicht zwingend. Ihre Defizite zogen sich durch alle Mannschaftsteile. «Wir haben Tempo und ein genaues Passspiel vermissen lassen», kritisierte Neuer. Bezeichnend dafür eine Szene aus der 36. Minute: Da verstolperte Darmstadts Mario Vrancic 20 Meter vor dem eigenen Tor auf einmal den Ball, die starken «Lilien» waren in diesem Moment völlig unsortiert. Doch Robert Lewandowski wusste mit diesem Geschenk nichts anzufangen.

Auch das Siegtor von Douglas Costa wurde nicht schön herausgespielt, sondern aus der Distanz erzielt. Selbst danach mussten die Bayern bei einer Großchance für Peter Niemeyer (77.) noch einmal zittern.

Darmstadt hielt dagegen, Darmstadt zeigte ein starkes Spiel. Unter dem Strich stand aber nur die siebte Niederlage in Serie, die den Verein vor dem letzten Spiel des Jahres bei Hertha BSC weiter an den letzten Tabellenplatz fesselt. «Wir wollten so spielen, dass die Fans hinterher stolz auf uns sein können. Das ist uns gelungen», sagte Interimstrainer Ramon Berndroth.

Beinahe interessanter als die 90 Minuten waren die Personalien, die rund um dieses Spiel bekannt wurden. Demnach wollen die Bayern laut «Bild am Sonntag» im Sommer die beiden Hoffenheimer Nationalspieler Sebastian Rudy und Niklas Süle verpflichten. Als Favorit auf den Trainerposten bei Darmstadt 98 gilt ebenfalls laut «Bild» jetzt Holger Stanislawski. Sowohl Rummenigge als auch «Lilien»-Präsident Rüdiger Fritsch wollten diese Namen aber nicht kommentieren.

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