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Ancelotti: Keine Sonderrolle für Müller

Bayern-Coach Carlo Ancelotti und Thomas Müller. Foto: Guido Kirchner

Bayern-Coach Carlo Ancelotti und Thomas Müller. Foto: Guido Kirchner

Carlo Ancelotti war natürlich vorbereitet auf die brisante Personalie Thomas Müller, auch wenn ihn die immer neuen Nachfragen irgendwann doch nervten.

Der so erfahrene Trainer weiß natürlich, dass beim FC Bayern München in seinem Umgang mit dem Fußball-Weltmeister in den kommenden drei englischen Wochen viel Zündstoff steckt - gerade nach Müllers öffentlicher Klage. Aber Ancelotti scheint entschlossen, an seiner Marschroute festzuhalten. Eine Sonderrolle will der 58-Jährige auch Müller nicht einräumen.

«Ich kann niemandem einen Platz in der Startformation garantieren. Keiner ist gesetzt. Das gilt auch für Thomas Müller», sagte Ancelotti vor dem Bundesliga-Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim. Der Italiener ließ bewusst offen, ob Müller bei der Generalprobe für den Champions-League-Auftakt gegen Belgiens Meister RSC Anderlecht in die Startelf zurückkehren wird.

«Thomas ist fit. Er ist in einer guten Verfassung. Er kann spielen», sagte Ancelotti nur. Der Coach hat in der Offensive erstmals in dieser Saison die freie Auswahl, nachdem auch Real-Madrid-Leihgabe James Rodríguez nach seiner Muskelverletzung und einem Einsatz für Kolumbien in der WM-Qualifikation als Alternative bereitstünde.

Das Verhältnis zwischen Ancelotti und Müller steht derweil nach dem letzten Spiel in Bremen vor einer Belastungsprobe. Der «Paradebayer», wie Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge in der Saisonvorbereitung Müller nannte, hatte sich öffentlich über seine Teilzeitrolle beim 2:0 gegen den SV Werder beklagt. «Ich weiß nicht genau, welche Qualitäten der Trainer sehen will. Aber meine sind scheinbar nicht hundertprozentig gefragt», äußerte der 27 Jahre alte Vize-Kapitän.

Dieser Satz löste in München ein öffentliches Beben aus, das auch Ancelotti wahrgenommen hat. Aber der Italiener reagierte nach außen gelassen: «Er hat sich ein bisschen beklagt nach dem Spiel, aber das ist kein Problem für mich.» Ancelotti arbeitet schon viel zu lange bei Spitzenvereinen in Europa. Er weiß, dass Spieler sauer sind, wenn sie nicht spielen. «Das ist normal.» Ribéry, Robben, Lewandowski sind auch jedesmal zutiefst beleidigt, wenn sie auf die Bank müssen.

«Müller ist ein wichtiger Spieler für uns. Ich kenne seine Geschichte in diesem Verein. Aber wir haben viele sehr gute Spieler», erläuterte Ancelotti. Er könne nun mal nur elf Akteure aufstellen. «Wenn alle fit sind, müssen einige auf die Bank - und sogar auf die Tribüne.»

Auch die Wortmeldungen von außerhalb des Vereins hat Ancelotti in der zweiwöchigen Länderspielpause mitbekommen und aufmerksam registriert. Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff etwa meinte, Müller müsse angesichts seiner herausragenden Bedeutung für den FC Bayern eigentlich immer spielen. «Ich möchte mich bei denen bedanken, die mir Hinweise geben. Aber die brauche ich nicht. Ich weiß, was ich tue - keine Sorge», entgegnete Ancelotti auf Empfehlungen à la Bierhoff.

Ob mit oder ohne Müller - am Samstagabend wollen die Bayern einen guten Start in einen heißen Herbst hinlegen. «Zuerst das Topspiel gegen Hoffenheim, dann Champions League, und dann geht es Schlag auf Schlag weiter. Wir sind bereit für die nächsten Wochen», sagte Verteidiger Joshua Kimmich. Links hinten wird für den am Sprunggelenk verletzten Österreicher David Alaba der Brasilianer Rafinha verteidigen.

Ancelotti will Revanche für das 0:1 gegen 1899 Anfang April: «Wir wollen eine andere Leistung zeigen.» Hoffenheim habe einige gute Spieler verloren wie die nach München gewechselten Nationalspieler Niklas Süle und Sebastian Rudy. «Aber Hoffenheims Identität ist die gleiche geblieben. Hoffenheim ist eine gefährliche Mannschaft», warnte Ancelotti. Das Comeback von Nationalspieler Jérôme Boateng wird es in der Rhein-Neckar-Arena noch nicht geben. «Wir denken, dass er noch eine Woche Training braucht», sagte Ancelotti.

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