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BVB «drosselt» vor Duell gegen 1899 Hoffenheim

BVB-Coach Thomas Tuchel (r) und Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann haben großen Respekt voreinander. Foto: Bernd Thissen

BVB-Coach Thomas Tuchel (r) und Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann haben großen Respekt voreinander. Foto: Bernd Thissen

Entschleunigung und Körperpflege in der entscheidenden Saisonphase: DFB-Pokalfinalist Borussia Dortmund will im Schlüsselspiel um die direkte Qualifikation für die Champions League die letzten Kräfte bündeln und hat die Trainingsbelastung heruntergefahren.

«Wir haben uns erlaubt, ein wenig die Intensität zu drosseln. In der Ruhe liegt die Kraft», sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel vor dem Punktspiel gegen das Überraschungsteam 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr). «Es liegt etwas Entscheidendes über dem Spiel.»

Die Mannschaft des 29 Jahre alten Trainers Julian Nagelsmann steht vor den letzten drei Saisonspielen auf Rang drei, einen Zähler vor Dortmund. Der BVB bestreitet gegen die Kraichgauer mittlerweile das 48. Saisonspiel. weshalb die Abwehrspieler Marcel Schmelzer und Sokratis am Donnerstag nicht am Training teilnahmen. «Es tut auch mal gut durchzuschnaufen, damit man nach hintenraus noch etwas zulegen kann», erläuterte Tuchel.

Schließlich wartet am 27. Mai im DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt noch der Saisonhöhepunkt, für den am Freitag die Cup-Übergabe in Berlin zelebriert wurde. In der Hauptstadt waren auch die Transfergerüchte um Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang, der mit Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht wird, ein Thema. «Wenn Pierre-Emerick das Gefühl hat, dass er unbedingt weg möchte, wird er sicherlich das Gespräch mit uns suchen. Das ist aber bisher nicht passiert», sagte Vereinschef Hans-Joachim Watzke am Rande der Zeremonie.

Für Coach Tuchel war es hingegen nicht die «Zeit, Wechselgerüchte zu kommentieren». Er konzentrierte sich angesichts des Programms und der Verletztenmisere in der laufenden Saison auf die Trainingssteuerung. Insbesondere Schlüsselspieler Marco Reus fiel immer wieder wegen Verletzungen aus, steht aber für Hoffenheim zur Verfügung.

Ungeachtet der Tatsache, dass der Hopp-Club nur «einmal die Woche» spielen musste, zeigte Tuchel großen Respekt vor 1899, den Fähigkeiten des Teams und des Coaches. «Ein sehr guter Trainer mit einem sehr guten Kader. Das ergibt in der Kombination das, was wir sehen», sagte Tuchel, der einst in der Jugend des FC Augsburg mit dem 14 Jahre jüngeren Nagelsmann arbeitete.

Der BVB-Coach lobt vor allem die Kraichgauer Offensive mit Spielern wie Sebastian Rudy, Kerem Demirbay, Andrej Kramaric oder Sandro Wagner. Dennoch: «Wir fühlen uns bereit, sie zu schlagen.» Dortmund blieb in den vergangenen 36 Bundesliga-Heimspielen ungeschlagen.

Nagelsmann hatte am Donnerstag erklärt, dass der BVB am Samstag mehr zu verlieren hätte, dem widersprach Watzke mit Verweis auf den UEFA-Koeffizienten und den Gegnern, die Hoffenheim in der Qualifikation drohen würden. «Ich habe das Gefühl, dass es für uns als Vierter etwas einfacher wäre in die Champions League zu kommen als für Hoffenheim», sagte Watzke.

Auf jeden Fall reisen Nagelsmann und sein Team mit großem Selbstvertrauen an. Dem Favoriten mit seinen überragenden Offensivakteuren Reus, Aubameyang oder Ousmane Dembélé will man laut Nagelsmann die «große Lust am Fußball» nehmen. 1899-Torjäger Sandro Wagner betonte in der «Fußball Bild», dass sich sein Team von der Atmosphäre im mit mehr als 80 000 Fans gefüllten Signal Iduna Park nicht einschüchtern lassen werde: «Von uns scheißt sich jetzt keiner in die Hosen... Wir haben keinen sportlichen Druck.»

Fakten zum Spiel

Kader Borussia Dortmund

Kader 1899 Hoffenheim

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