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Bayern-Bescherung und RB-Lauf: Schlaglichter der Spielzeit

Der FC Bayern ist zum fünften Mal in Serie deutscher Meister. Foto: Peter Steffen

Der FC Bayern ist zum fünften Mal in Serie deutscher Meister. Foto: Peter Steffen

Die Helden, Rekorde, Sieger und Verlierer dieser Spielzeit sind Fans und Experten längst bekannt. Robert Lewandowski, Pierre-Emerick Aubameyang und Anthony Modeste sind die Knipser. Das Trio hat zusammen fast 90 Treffer erzielt. 

Der FC Bayern ist wieder Meister, und mit Ingolstadt und Darmstadt steigt das Duo, das vor zwei Jahren zusammen ins Oberhaus kam, gemeinsam wieder ab. Doch die 54. Saison in der Fußball-Bundesliga hatte viel mehr zu bieten. Die Deutsche Presse-Agentur hat Schlaglichter der an diesem Wochenende ablaufenden Spielzeit zusammengestellt.

BAYERN-BESCHERUNG GEGEN EMPORKÖMMLINGE:

Drei Tage vor Weihnachten kommt es in der Liga zu einem Showdown der ganz besonderen Art: Meister gegen Aufsteiger, Erster gegen Zweiter,  Bayern gegen Leipzig. Als Hochgeschwindigkeitsfußballer gelobt und mit einer großen Portion Selbstvertrauen im Gepäck kommen die Sachsen in die Münchner Arena. Nach den 90 Minuten im Spitzenspiel sind die Verhältnisse wieder zurecht gerückt: Thiago, Xabi Alonso und Lewandowski treffen beim klaren 3:0 und die Bayern feiern ihre  Bundesliga-Bescherung schon am Mittwoch vor Heiligabend.

DORTMUND OHNE SÜDTRIBÜNE:

Hans-Joachim Watzke wählte drastische Worte, um das für ihn Unvorstellbare einzuordnen. «Das sind schreckliche Bilder, das ist eine tiefe Zäsur. Der BVB ohne Südtribüne ist wie Fußball ohne Ball», sagte der Dortmunder Vereinsboss. Nach den skandalösen Vorfällen aus dem Heimspiel gegen RB Leipzig sperrt der DFB 25 000 Fans von der größten Stehtribüne Europas aus. Dortmund gewinnt im Februar 3:0 gegen Wolfsburg, die leere Südtribüne für 90 Minuten ist aber erst der Anfang einer sehr bewegten BVB-Rückrunde.

Ist der Spielausfall im Pokal in Lotte wegen zu starken Schneefalls noch ein Kuriosum (ein Traktor zog den BVB-Bus aus dem Acker), werden der Verein und Fußball-Deutschland wenige Wochen später von einer  Sprengstoffattacke auf den Mannschaftsbus der Borussen erschüttert.  Vor dem Champions-League-Spiel gegen den AS Monaco detonieren in Dortmund mehrere Sprengsätze in unmittelbarer Nähe des Busses.  Verteidiger Marc Bartra wird dabei verletzt, das Spiel abgesagt und nur einen Tag später nachgeholt.

LEIPZIGS LAUF AN DIE TABELLENSPITZE:

Da werden Erinnerungen an den 1. FC Kaiserslautern wach: Als Aufsteiger glänzt RB Leipzig in der Hinserie mit begeisterndem und temporeichem Offensivfußball. Nach 13 Spieltagen führt die von Coach  Ralph Hasenhüttl angeführte Mannschaft die Liga-Tabelle an. Das exzellent funktionierende Zweitliga-Kollektiv hatten Hasenhüttl und Ralf Rangnick mit der individuellen Extraklasse eines Timo Werner und eines Naby Keita angereichert. Der Lohn dafür ist auf Anhieb die Vizemeisterschaft sowie die direkte Champions-League-Qualifikation.

HOFFENHEIM KANN DOCH VERLIEREN:

Barcelona, Real, Bayern oder Chelsea? Nein, am längsten in den europäischen Topligen war in diesem Jahr 1899 Hoffenheim unbesiegt. Erst zum Rückrundenauftakt erwischt es die Elf von Trainer Julian Nagelsmann, der die Kraichgauer nach dem Klassenverbleib auf das nächste Level hievt und direkt nach Europa führt. Was ihm die Ungeschlagen-Serie bringt? «Nichts, leider nichts. Es gibt weder Punkte noch Geld noch Weltfrieden», sagt Nagelsmann.

HERBSTMEISTER IM GEFRIERSCHRANK:

Jahresauftakt bei minus sechs Grad: Mit dem ersten Liga-Spiel in 2017 sichert sich Rekordchampion FC Bayern gleich die Herbstmeisterschaft. Lewandowski trifft in letzter Minute zum 2:1 in Freiburg, es ist die Basis für eine weitere deutliche Meisterschaft der Münchner. Im Jahr eins nach Pep Guardiola geht es so weiter, wie es unter dem Katalanen aufgehört hat: Das 6:0 in Wolfsburg am 31. Spieltag sorgt vorzeitig für klare Verhältnisse und gleichzeitig für Geschichtsschreibung.  Erstmals in der Liga wird ein Team fünfmal in Serie deutscher Meister.

EIN VIERERPACK REICHT NICHT FÜR JOGI:

Der Aufschwung von Werder Bremen wird häufig personifiziert mit Trainer Alexander Nouri. Auf dem Spielfeld war es aber wieder und wieder der beim DFB zuletzt nicht mehr berücksichtigte Max Kruse, der Bremen mit seinen zwölf Rückrundentreffern aus dem Abstiegskampf schoss. Eine Berücksichtigung von Bundestrainer Joachim Löw für den Confed Cup blieb aber aus, obwohl das DFB-Team dort stark ersatzgeschwächt antritt. «Ich wäre gerne dabei gewesen», sagte Kruse. Er habe sich mit Löw ausgetauscht, die Tür sei «nicht zu», versicherte der 29-Jährige trotzdem.

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