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Bayerns Innenminister Herrmann und Manager warnen vor Ultras

Fordert eine deutliche Distanzierung von den Ultra-Szene: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Foto: Alexander Heinl

Fordert eine deutliche Distanzierung von den Ultra-Szene: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Foto: Alexander Heinl

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat die Fußballvereine aufgefordert, sich deutlich von der Ultra-Szene zu distanzieren.

«Das hat ja wirklich mit Fußball überhaupt nichts mehr zu tun. Und in der Tat sind da im Ultra-Bereich auch Leute, die natürlich auch Bezüge in die extremistische Szene insgesamt haben», sagte der CSU-Politiker dem Sat.1-Frühstücksfernsehen, wovon allerdings nur der zweite Satz ausgestrahlt wurde.

Das am Dienstag gezeigte Gespräch war vor den Krawallen am Montagabend beim DFB-Pokalspiel Hansa Rostock gegen Hertha BSC (0:2) geführt worden. Auseinandersetzungen zwischen beiden Fan-Lagern hatten zu einer längeren Unterbrechung des Spiels geführt, das kurz vor dem Abbruch stand.

«Die Äußerungen, die ich jetzt in den letzten Tagen zur Kenntnis genommen habe, gerade aus dem Ultra-Bereich, sind wirklich völlig unerträglich», meinte Herrmann weiter. Auch dieser Satz wurde nicht ausgestrahlt. «In einer solchen Situation meine ich, müssen sich wirklich alle unsere Fußballvereine von solchen Leuten ganz hart und klar distanzieren», sagte Herrmann in der Sendung und fügte in einem weiteren, nicht gesendeten Statement hinzu: «Da darf man auch nicht mehr die geringste Sympathie für haben.»

Als «Schande des Fußballs» bezeichnete indes Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) die neuerlichen Ausschreitungen. «Die Fußballchaoten haben sich beim gestrigen Pokal-Spiel erneut ins Abseits gestellt und dem Image ihrer Vereine und der Stadt Rostock geschadet», erklärte Caffier. Er hatte die Szenen, die zu einer längeren Unterbrechung des Spiels geführt hatten, selbst im Stadion verfolgt. Zum als zögerlich kritisierten Einschreiten der Polizei äußerte er sich nicht.

Caffier forderte die Hansa-Vereinsführung auf, sich klar und unmissverständlich von Gewalt zu distanzieren und dabei auch gewaltbereiten Fans die Rote Karte zu zeigen. Solch hemmungslosen Taten wie am Montagabend im Rostocker Stadion müsse ein für alle Mal ein Riegel vorgeschoben werden. «Dazu gehört auch eine Distanzierung des Vereins von den Ultras», betonte Caffier.

Bereits in den Tagen vor dem Pokalspiel in Rostock hatten etliche Bundesliga-Manager vor einer Gewalteskalation und den Ultras allgemein gewarnt. Borussia Dortmund Geschäftsführer Joachim Watzke hatte gesagt, «dass die Ultra-Szene stärker zusammenrückt». Watzkes Kollege Jörg Schmadtke vom 1. FC Köln warnte ebenfalls, «dass sich die Ultra-Gruppierungen bundesweit formieren. Da werden wir Antworten finden müssen.» Horst Heldt von Hannover 96 hatte vor dem Pokalwochenende gesagt: «Fakt ist, dass man ein Problem hat.»

Infos zum Spiel bei dfb.de

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