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Bremen und Freiburg wollen ruhig zurück zum Glück

Am Boden: Freiburgs Nils Petersen (l) und Werder-Torwart Jiri Pavlenka. Foto: Carmen Jaspersen

Am Boden: Freiburgs Nils Petersen (l) und Werder-Torwart Jiri Pavlenka. Foto: Carmen Jaspersen

Angreifer Nils Petersen lag nicht ganz richtig. «Beide Mannschaften können mit dem Ergebnis nicht viel anfangen, da sich beide nach dem ersten Dreier sehnen», sagte der Offensivspieler des SC Freiburg nach dem 0:0 gegen seinen Ex-Club Werder Bremen.

Doch das Resultat vom Samstag hilft den beiden so unterschiedlichen Bundesliga-Clubs mit ganz ähnlichen Bilanzen trotz des verpassten Durchbruchs: Sie haben nicht verloren und können deshalb erstmal in Ruhe weiter arbeiten.

Keine Frage, ein Sieg wäre wichtig gewesen, die Bilanzen sind bitter: Werder und der Sport-Club stehen nach sechs Spieltagen in der Abstiegsregion der Tabelle. Ohne Sieg, die Norddeutschen mit drei Punkten und drei Toren, die Süddeutschen mit vier Zählern und zwei Treffern.

Auch die Englische Woche verlief bei den Clubs ähnlich. Zunächst gab es Niederlagen, dann ermutigende 1:1-Unentschieden und nun im Bremer Weser-Stadion das 0:0, an dem auch der selbstverständlich wieder eingewechselte Edel-Joker Petersen nichts mehr änderte.

«Wir lassen das sacken und arbeiten das auf», kündigte Werder-Manager Frank Baumann an. «Es ist okay, wir sind stabil», sagte SC-Trainer Christian Streich.

Sollten in Bremen und im Breisgau Siege weiter ausbleiben, kann man davon ausgehen, dass bei den Hanseaten viel schneller am Trainerstuhl gerüttelt wird. In Freiburg hat Streich als dienstältester Bundesliga-Coach unumstritten das Sagen, daran dürfte sich sobald nichts ändern.

Noch bekommt Nouri nicht zu viel Gegenwind. Er wird zwar gefragt, weshalb die Mannschaft des viermaligen Meisters nicht immer mutig spiele. Aber er kann auch mit Recht auf die insgesamt soliden und engagierten Auftritte des Teams hinweisen, mit der tüchtigen Defensive argumentieren. Zudem fehlen die verletzten Leistungsträger Max Kruse und Kapitän Zlatko Junuzovic.

«Am Ende brauchst du so einen Brustlöser, einfach mal das Tor zu machen», sagte Nouri. Und: «Die letzte Konsequenz, die müssen wir uns weiter erarbeiten.» Aus Bremer Sicht ist das anstehende Nordderby beim Hamburger SV eine gute Gelegenheit, die Negativserie zu beenden. Es müsse einfach mal «klick» machen, meinte Baumann. Dann könnten die «Dinge zum Guten» gebracht werden.

Optimistische Töne kamen auch aus der Mannschaft. «Im Moment sind wir da unten», sagte Verteidiger Niklas Moisander, der nach einer langen Verletzungspause gegen Freiburg seine Rückkehr erlebte. «Aber wir haben die Erfahrung der vergangenen Saison. Ich weiß, dass wir da rauskommen, ich bin mir zu 100 Prozent sicher.»

Vor rund einem Jahr startete Werder ähnlich erfolglos in die Saison. Dann übernahm Nouri den Job von Viktor Skripnik. Auch Nouri geriet in Turbulenzen, bis der Club in der Rückrunde eine Erfolgsserie hinlegte, die Werder fast in den Europapokal gebracht hätte. Am Ende wurden die Hanseaten Siebter, drei Punkte hinter dem Europa-League-Rang sechs, den der SC erreichte.

Auf diesem Tabellenplatz erwartet die Freiburger in dieser Saison eigentlich niemand. Der Klassenerhalt ist erklärte das Ziel. Die kommenden Aufgaben dabei sind allerdings ziemlich anspruchsvoll: Nächsten Sonntag kommt Hoffenheim, danach geht es zu den Bayern. «Es geht darum, ruhig weiter zu arbeiten, den Jungs Vertrauen zu geben», sagte Streich.

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