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Erfolgreiche Trauma-Therapie beim BVB

Dortmunds Siegtor-Schütze Raphael Guerreiro (l) jubelt mit seinem Teamkollegen Mikel Merino. Foto: Roland Weihrauch

Dortmunds Siegtor-Schütze Raphael Guerreiro (l) jubelt mit seinem Teamkollegen Mikel Merino. Foto: Roland Weihrauch

Aus der Kabine drangen laute Musik und ausgelassenes Gelächter. Wie von schwerer Last befreit feierten die Dortmunder Profis mit einer Spontanparty den 3:2 (1:1)-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach.

Die Festnahme eines Tatverdächtigen nach dem Sprengstoffanschlag auf den Teambus am Freitag und der Lucky Punch von Raphael Guerreiro in der 87. Minute am Samstag taugten als wirksame Therapie zur Überwindung des Traumas. «Das Geschehen von gestern und der Sieg von heute werden uns einen Riesenschub geben», kommentierte Kapitän Marcel Schmelzer die Rückkehr des Revierclubs auf den dritten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga.

Die nach dem Attentat am 11. April vorherrschende gedrückte Stimmung schien mit einem Mal verflogen. Arm in Arm stand die Mannschaft noch Minuten nach dem Schlusspfiff vor der Tribüne und genoss die mitfühlenden Gesänge der Fans. Berauscht vom Erfolgserlebnis verspürte Roman Bürki wenig Lust, auf Fragen nach den unfassbaren Motiven des möglichen Täters einzugehen. «Über das Geschehene möchte ich eigentlich nicht mehr sprechen», sagte der BVB-Torwart, «ich bin froh, dass wir wieder Fußball spielen können. Heute haben wir gezeigt, dass wir wieder da sind.»

Ähnlich euphorisch reagierte Thomas Tuchel auf den starken Auftritt seiner Profis in schwierigen Zeiten. «Sie trauen sich, Gefühle zu zeigen und darüber zu sprechen. Das schweißt auf einer Ebene zusammen, die man sonst normalerweise nicht hat. Das ist natürlich ein weiterer Klebstoff», sagte der BVB-Coach voller Freude über die Treffer von Marco Reus (10./Foulelfmeter), Pierre-Emerick Aubameyang (59.) und Guerreiro. Der gewachsene Teamgeist half sogar über das Champions-League-Aus drei Tage zuvor in Monaco und den zwischenzeitlich unverdienten 1:2-Rückstand in Mönchengladbach hinweg. «Die Moral war sensationell», schwärmte Abwehrspieler Sven Bender.

Vier Spieltage vor dem Saisonende scheint das wichtigste Saisonziel, die direkte Qualifikation für die Champions League, wieder zum Greifen nahe. Schließlich hat der BVB noch drei Heimspiele. «Jetzt haben wir es selbst in der Hand und wollen den dritten Platz nicht mehr hergeben», sagte Schmelzer. Die Qualifikation für die Europa League haben die Dortmunder seit Samstag auf jeden Fall schon sicher. Getrübt wurde die Freude über den Sieg jedoch durch die Verletzung von Nuri Sahin, der mit Verdacht auf einen Bänderriss im Sprunggelenk ausgewechselt werden musste.

Rechtzeitig vor dem Pokal-Halbfinale am Mittwoch beim FC Bayern scheint das Tuchel-Team auf gutem Weg zurück zu alter Form. Bei allem Respekt vor den Münchnern überwiegt die Vorfreude. «Jetzt wollen wir den Bayern ein Stück weit die Saison vermiesen», tönte Tuchel in einer für ihn ungewohnt forschen Manier.

Den Gladbachern machte die Partie trotz der Treffer von Lars Stindl (43.) und Marcel Schmelzer (48./Eigentor) jedoch wenig Mut für ihr Pokal-Halbfinale am Dienstag gegen Eintracht Frankfurt. Allein in den vergangenen beiden Spielen gegen Hoffenheim und Dortmund gab es acht Gegentore. «Deshalb müssen wir jetzt wieder probieren, stabiler und kompakter zu stehen», forderte Torhüter Yann Sommer.

Wie der Schweizer trauerte auch dessen Mitstreiter Patrick Herrmann der vertanen Chance nach, auf die Europa-League-Ränge vorzustoßen: «Es war ein durchwachsenes Spiel von uns mit einem sehr enttäuschenden Ergebnis. Die drei Punkte hätten uns im Kampf um die internationalen Plätze sehr weitergeholfen.» Schon am Dienstag bietet sich die Chance, die bisher durchwachsene Saison beträchtlich aufzuwerten: «Ins Pokal-Finale einzuziehen ist für uns alle ein großer Traum, auf den wir uns jetzt konzentrieren», sagte Herrmann.

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