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Gisdol bremst die «Luschen-Helden» des HSV wieder ein

Gibt trotz zweier Siege den Mahner: HSV-Trainer Markus Gisdol. Foto: Daniel Bockwoldt

Gibt trotz zweier Siege den Mahner: HSV-Trainer Markus Gisdol. Foto: Daniel Bockwoldt

Zwei Spiele, zwei Siege, Spitzenreiter für eine Nacht. Ein solcher Traumstart in die Bundesliga ist den Fußballern des Hamburger SV schon lange nicht mehr gelungen.

Man muss in der Historie des Traditionsvereins schon einige Jahre zurückblicken, bis man auf einen ähnlich erfolgreichen Auftakt trifft.

In der Saison 2010/11 hatte es für den HSV unter dem damaligen Trainer Armin Veh nach einem 2:1 gegen Schalke 04 und einem 3:1 bei Eintracht Frankfurt zuletzt zwei Erfolgserlebnisse in den beiden ersten Partien gegeben. Am Ende der Serie belegten die Hamburger Rang acht. Eine Platzierung, die der HSV auch nach dieser Spielzeit wohl sofort nehmen würde.

Trainer Markus Gisdol mahnt nach dem 3:1-Erfolg beim 1. FC Köln, der durch die Treffer von André Hahn (28.), Bobby Wood (34.) und Lewis Holtby (90.+8) sichergestellt wurde, jedoch zur Besonnenheit: «Es ist jetzt gut, dass erst einmal Pause ist», sagt der 48-Jährige angesichts des spielfreien Wochenendes wegen der WM-Qualifikation. «Sonst schwappt die Stimmung schon wieder zu sehr über.»

Gisdol weiß um die Befindlichkeiten in der Hansestadt, die viel Kritik bei schlechten und viel Lob bei guten Leistungen beinhaltet. Auch Torhüter Christian Mathenia sagt: «Wir sind doch absolut realistisch und wissen das richtig einzuordnen.»

«Unverhofft kommt oft», kommentierte Heribert Bruchhagen im TV-Sender Sky den prima Start: «Ich hoffe, dass sich die Eigendynamik des Erfolgs fortsetzt.» Der HSV-Vorstandschef schloss nicht aus, dass der Club bis zum Ende der Transferperiode am Donnerstag noch tätig wird. Allerdings stehe eher der Verkauf von Spielern als Neuverpflichtungen im Mittelpunkt. Sportchef Jens Todt sei in «intensiven Gesprächen». Namen nannte Bruchhagen jedoch nicht.

Die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) angeforderte Stellungnahme zu einer Äußerung von Mäzen Klaus-Michael Kühne werde laut Bruchhagen ein «unaufgeregter Antwortbrief». Kühne hatte in einem Interview gesagt, die Verpflichtung von Hahn nur bei einer Vertragsverlängerung mit Wood zu unterstützen. Die DFL befürchtet in diesem Fall eine unerlaubte Einflussnahme des Geldgebers. «Der Einfluss von Herrn Kühne in das operative Geschäft ist gleich Null», betonte Bruchhagen.

Die Bundesligapause wegen der Länderspiele wird Gisdol nutzen müssen, um einmal mehr eine neue Innenverteidigung zusammenzustellen. Denn Mergim Mavraj wird nach der Gelb-Roten Karte, die er sich nach zwei taktischen Fouls am Kölner Jhon Cordoba abgeholt hatte, im nächsten Heimspiel gegen RB Leipzig am 8. September fehlen.

In Köln rückte Gideon Jung neben Kyriakos Papadopoulos in die Defensivzentrale. Viel Zeit zum Einspielen hat das Duo aber nicht, denn Papadopoulos wurde in den Kader der griechischen Nationalmannschaft für die WM-Qualifikationsspiele gegen Estland und Belgien berufen.

Auch das Mittelfeld könnte zu einer Problemzone des HSV werden. Bei Aaron Hunt, der nach einer halben Stunde mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden musste, besteht der Verdacht auf einen Muskelfaserriss. Sollte die Diagnose bestätigt werden, droht eine mehrwöchige Pause. Nach Nicolai Müller würde der nächste Kreativspieler der Hanseaten ausfallen.

Mitteilung HSV

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