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Herrlich hofft auf Kießling - Kein schlechtes Gewissen

Trainer Heiko Herrlich kam aus Regensburg nach Leverkusen. Foto: Federico Gambarini

Trainer Heiko Herrlich kam aus Regensburg nach Leverkusen. Foto: Federico Gambarini

Die ersten Arbeitsstunden des neuen Cheftrainers von Bayer Leverkusen waren intensiv und mit alten Erinnerungen verbunden. Seit Wochenbeginn hat Fußball-Lehrer Heiko Herrlich seine ersten Gespräche beim Bundesligisten geführt und die Saisonvorbereitung geplant.

«Hier hat sich viel verändert, seit ich 1993 den Club verlassen habe», sagte der neue Bayer-Coach am Mittwoch in Leverkusen. Die Kritik, er habe seinen alten Club Jahn Regensburg trotz Treuebekenntnis verlassen, lässt der 45-Jährige nicht gelten.

«Ich habe ein reines Gewissen und habe mich hundertprozentig mit dem Club identifiziert. Ich war vertragslos. Darauf habe ich den Club auch aufmerksam gemacht. Und manchmal ist es eben so. Über die Gründe möchte ich nicht sprechen», erklärte Herrlich, der erst am vergangenen Freitag als neuer Trainer in Leverkusen vorgestellt wurde.

Erste Personalentscheidungen sind angedacht, aber noch nicht offiziell. So soll neben seinem bisherigen Regensburger Co-Trainer Nico Schneck auch der aktuelle Bayer-Assistenzcoach Xaver Zembrod zum zukünftigen Team zählen. Der offizielle Trainingsauftakt ist auf den 5. Juli datiert, die beiden Tage zuvor sind der Leistungsdiagnostik vorbehalten.

Mit Torjäger Stefan Kießling hat sich Herrlich schon ausgetauscht. Kießling, der in der abgelaufenen Saison seltener eingesetzt wurde, hatte die Erfüllung seines letzten Vertragsjahres in Leverkusen auch von dem neuen Trainer abhängig gemacht. Herrlich ist zuversichtlich, dass Kießling an Bord bleibt. «Davon gehe ich aus», sagte er.

In der neuen Umgebung der BayArena kamen auch alte Erinnerungen an den Beginn seiner Profizeit auf. Herrlich kam als 17-Jähriger zum Club und hatte im Angriff gestandene Spieler wie Andreas Thom, Ulf Kirsten und auch Marek Lesniak vor sich. «Ich bin dankbar für die ersten Jahre hier. Auch wenn sie hart waren. Das hat mich sehr geprägt», meinte der Coach.

Und schließlich kann er seiner neuen Mannschaft auch davon erzählen wie das war, als Bayer vor 24 Jahren den bislang letzten Titel gewonnen hat - den DFB-Pokal 1993. Allerdings kam der junge Torjäger damals nicht zum Einsatz. Auch auf solche Situationen soll er seine zukünftigen Spieler einstellen.

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