A8 Saarlouis Richtung Luxemburg AS Perl Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle, gefährliche Situation in der Ausfahrt (19.08.2017, 20:59)

A8

Priorität: Sehr dringend

14°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
14°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Im Elfmeterkrimi: FC Bayern gewinnt Supercup beim BVB

Der FC Bayern München ist Supercup-Gewinner 2017. Foto: Marius Becker

Der FC Bayern München ist Supercup-Gewinner 2017. Foto: Marius Becker

Der FC Bayern hat den ersten Titel der neuen Saison gewonnen und die aufkommende Sorge über die Form der Mannschaft vorerst vertrieben.

Zwei Wochen vor dem Start in die Fußball-Bundesliga setzte sich der Meister aus München im Elfmeterschießen des Supercups beim Pokalsieger aus Dortmund mit 5:4 durch. Nach bisher schwacher Vorbereitung mit zum Teil deutlichen Testspielniederlagen fand das Team von Trainer Carlo Ancelotti zurück in die Spur. Torhüter Sven Ulreich parierte zwei Elfmeter. «Der Sieg war verdient. Wir haben Moral bewiesen», meinte der Keeper.

In der regulären Spielzeit hatten Robert Lewandowski (18. Minute) und ein Eigentor von Roman Bürki (88.) die Bayern vor 81 360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park vor einer Schlappe bewahrt. Die Borussia war durch Christian Pulisic (11.) und Pierre-Emerick Aubameyang (71.) zweimal in Führung gegangen. «Jetzt haben wir den ersten Titel der Saison. Den haben wir verdient, denn wir haben sehr gut gespielt», sagte Lewandowski in der ARD.

Wie schon bei den Schlappen gegen Mailand (0:4), Liverpool (0:3) und Neapel (0:2) erwischten die Münchner auch in Dortmund einen Fehlstart. Nur eine Minute nach der Chance zur Führung durch Lewandowski (11.) leistete sich Abwehrspieler Javier Martinez einen folgenschweren Ballverlust. Diesen Fehler nutzte US-Nationalspieler Pulisic zur Führung der Borussia.

Die Freude beim Pokalsieger über das 1:0 währte jedoch nur knapp sechs Minuten. Lewandowski brachte die Bayern zurück ins Spiel. Eine Flanke von Joshua Kimmich drückte der ehemalige Dortmunder aus kurzer Distanz über die Linie.

Dieser Treffer befreite die Gäste von ihrer Unsicherheit. Mehr und mehr übernahmen sie die Spielkontrolle. Lediglich bei einem Konter der Borussia, den Torhüter Ulreich gegen Gonzalo Castro (24.) entschärfte, geriet die Münchner Abwehr bis zur Pause noch einmal in Not.

Dagegen wirkte die BVB-Defensive deutlich instabiler. Noch scheint sie mit der Vorgabe ihres Trainers Bosz überfordert, möglichst hochstehend zu verteidigen. Binnen weniger Minuten boten sich Weltmeister Thomas Müller (31./35.) zwei Chancen zum 2:1. Beim ersten Mal war BVB-Keeper Roman Bürki zur Stelle, beim zweiten Mal traf Müller per Kopf den Pfosten. Nur mit Mühe und Not retteten die Dortmunder das Remis in die Halbzeit.

Auch nach Wiederanpfiff führte der FC Bayern weiter Regie, reduzierte aber das Tempo. Das nahm ihnen die Durchschlagskraft in der Offensive. Lediglich bei einer Möglichkeit durch Neuzugang Corentin Tolisso (67.) war Torgefahr erkennbar. Das ermutigte die Dortmunder zu mehr Gegenwehr. Ein Konter über den schnellen Ousmane Dembélé leitete die neuerliche BVB-Führung ein. Sein Pass ebnete Aubameyang den Weg. Doch drei Minuten vor dem Abpfiff beförderte BVB-Torwart Bürki den Ball über die eigene Linie.

Erstmals in einem Profi-Spiel in Deutschland kam der Video-Beweis zum Einsatz. Beim 1:1 und beim 2:2 für die Bayern gab Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) erst nach Rücksprache mit dem Videoassistenten den Treffer, weil beiden Treffern abseitsverdächtige Positionen vorausgingen.

Doch beim Debüt gab es eine Panne. Die kalibrierten Linien zur Ermittlung einer möglichen Abseitsstellung lagen nicht vor und wurden deshalb den TV-Partnern nicht zur Verfügung gestellt. Deshalb konnten die TV-Zuschauer die Entscheidung des Referees nicht nachvollziehen. «Bis zum Start der Bundesliga 2017/18 am 18. August sollen die aufgetrenenen technischen Probleme behoben sein», teilte die DFL in einer Stellungnahme noch am Abend mit.

Wie die Auswertung aller Kamerapositionen ergab, lag beim 1:1 der Bayern keine Abseitsstellung vor. «Es gab richtigerweise keinen Anlass zum Einschreiten», hieß es in der Erklärung.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein