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Kinds Ziele mit 96: Klassenerhalt und Mehrheit

Martin Kind ist der Präsident von Hannover 96. Foto: Peter Steffen

Martin Kind ist der Präsident von Hannover 96. Foto: Peter Steffen

Zwei große Ziele hat Martin Kind für die neue Saison.

Hannover 96 soll nach der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga den Klassenerhalt schaffen - und der ohnehin mächtigste Mann im Verein will nicht mehr an die 50+1-Regelung gebunden sein und noch im Laufe der Spielzeit die Mehrheit bei der entscheidenden Gesellschaft des Erstligisten übernehmen.

Nach dem Aufstieg ist nun der Klassenerhalt «alternativlos», wie es in Kinds Sprache heißt. Das Jahr in der 2. Liga war teuer, sagte der Unternehmer. «Wir machen zehn Millionen Verlust», erklärte der Präsident und Mehrfach-Geschäftsführer: «Das tut weh.» Das Eigenkapital habe sich von 46 auf 36 Millionen Euro reduziert.

«Der Spieleretat wird ungefähr so wie in der letzten Erstliga-Saison sein», sagte Kind. Rund 40 Millionen Euro sollen es sein, nach etwa 24 Millionen in der 2. Liga. Aber ein anderer wirtschaftlicher Eckpunkt ist Kind noch wichtiger.

In drei Monaten ist für ihn der entscheidende Tag. Zwanzig Jahre nach seiner Wahl zum Präsidenten am 26. September 1997 erfüllt Kind die zeitliche Voraussetzung, um ans Ziel zu kommen und die 50+1-Regelung auszuhebeln.

Der Stammverein muss die Mehrheit an einem Bundesligisten halten, besagt 50+1. Aber Ausnahmen gibt es, wenn jemand «seit mehr als 20 Jahren den Fußballsport des Vereins ununterbrochen und erheblich gefördert hat». So steht es in der Satzung der Deutschen Fußball Liga (DFL). Weitere Details sind in so genannten «Leitplanken» festgehalten, die nicht öffentlich sind. Über die Bewilligung von Ausnahmen - wie bei Bayer Leverkusen oder VfL Wolfsburg - entscheidet das Präsidium des DFL.

Kind hat - anders als im Januar geäußert - noch keinen Antrag gestellt, um die Mehrheit bei der entscheidenden Hannover 96 GmbH & Co. KGaA zu übernehmen. Er werde das aber rechtzeitig tun. «Zwischen jetzt und September», kündigte er an.

Die GmbH & Co. KGaA ist das wichtigste Unternehmen in dem komplizierten Konstrukt des Erstligisten. Die zweiteilige Gesellschaft hält die Lizenz für den Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga.

Kind will die Mehrheit in der GmbH, der so genannten Komplementär-Gesellschaft, die bisher der Stammverein hält. Während Kind in drei Monaten die Komplementär-Gesellschaft übernehmen will, gehört der zweite Teil, die KGaA, bereits jetzt zu 100 Prozent der Hannover 96 Sales & Service GmbH & C. KG. An dieser sind inzwischen nur noch vier Personen beteiligt, mit Kind als Hauptgesellschafter.

Seinen Antrag werde er «als Person Martin Kind stellen». Anders als ursprünglich geplant, will der 96-Boss allein die Mehrheit. «Mit der S&S wäre mir lieber», sagt der Unternehmer: «Es ist nicht schön, aber es wird personifiziert.» Er allein erfülle die Bedingungen. «Entweder gilt es dann ab sofort oder zur neuen Saison», sagte der umtriebige Unternehmer. Kind ist sich sicher, dass sein Antrag durchgeht. Die DFL will sich dazu nicht äußern.

Eine Opposition betont, «dass es im Verein eine Mehrheit gibt, die die Pläne des Vorstandsvorsitzenden Martin Kind ablehnt». Sie scheiterte jedoch mit einem Antrag auf Satzungsänderung bei der jüngsten 96-Mitgliederversammlung.

Statuten der DFL

Struktur Hannover 96

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