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Leipzig-Coach Hasenhüttl von der Vergangenheit eingeholt

Ralph Hasenhüttl kam mit seinen Leipzigern nur zu einem 0:0 gegen den FC Ingolstadt. Foto: Hendrik Schmidt

Ralph Hasenhüttl kam mit seinen Leipzigern nur zu einem 0:0 gegen den FC Ingolstadt. Foto: Hendrik Schmidt

Ralph Hasenhüttl musste sich mehr als einmal beherrschen. Immer wieder schüttelte er wütend den Kopf und wollte gar nicht mehr hinschauen. Erstmals bekam er im Detail vorgeführt, wie destruktiv es sein kann, was er einst seinen Schützlingen beim FC Ingolstadt vermittelt hat.

Nicht nur, dass RB Leipzig beim unsäglichen 0:0 die große Chance auf die vorzeitige Direkt-Qualifikation für die Champions League vergab. Vor allem der Auftritt der Oberbayern missfiel dem Österreicher. Doch dieses Spielsystem hatte er seinen früheren Schützlingen einst selbst beigebracht.

«Es war vielleicht die Rache dafür, dass ich früher auch auf diese Art und Weise versucht habe, mein Fell so teuer wie möglich zu verkaufen. Ich kann aber sagen, dass ich schon damals nach den Spielen keine Befriedigung empfunden habe», sagte Hasenhüttl. Nun erlebte er es selbst, warum so viele Konkurrenten über den FCI schimpfen: Das auf Zerstören der gegnerischen Offensivbemühungen ausgelegte System, dazu Zeitschinden von der ersten Minute an und ruppige Aktionen sind nicht gerade die Sache für Fußball-Genießer. Mit attraktivem Fußball hatte all das nichts zu tun, zumal sich RB darauf einließ und fast jede Kreativität vermissen ließ.

«Eine Nettospielzeit von 25 Minuten in der ersten Halbzeit ist mir einfach zu wenig», zürnte Hasenhüttl ob der ewigen Behandlungspausen nach kleinen Fouls und den darauf folgenden theatralischen Einlagen einiger Spieler. Die hatten zur Folge, dass RB komplett den Rhythmus verlor, den es in den ersten 20 Minuten aufnehmen wollte. «Wir haben versucht, Fußball zu spielen und den Gegner zu stressen, das ist uns phasenweise auch gelungen», betonte Hasenhüttl.

Negativ wollten die Ingolstädtern ihren Auftritt nicht sehen. Sie feierten den Punkt beim Tabellenzweiten wie einen Sieg. Zumal sich die Bilanz gegen die Leipziger sehen lassen kann: Vier Pflichtspiele, drei Siege, ein Unentschieden. Gegen RB ungeschlagen zu sein, kann bislang nur Meister FC Bayern von sich behaupten.

Warum ausgerechnet Ingolstadt? «Es ist schon eine zusätzliche Motivation, gegen den ehemaligen Trainer zu spielen», sagte Kapitän Marvin Matip. Trainer Maik Walpurgis verwies auf seine besondere Erfahrungen mit dem Leipziger Club. «Ich kenne grundsätzlich die Spielweise von RB sehr gut, sie ist ja auch irgendwo ähnlich der unsrigen. Ich kenne RB seit sie in der Regionalliga sind, ich kenne jeden RB-Spieler im Detail und deshalb wissen wir auch sehr genau, was auf uns zukommt, wenn wir gegen sie spielen», bemerkte der Coach, der schon als Trainer der Sportfreunde Lotte und des VfL Osnabrück gegen die Sachsen antrat.

Aus dem Punktgewinn - wie auch immer er zustande gekommen war - will der FCI nun die Motivation für die restlichen Partien und den angestrebten Klassenverbleib ziehen. «Leipzig steht nicht auf Platz zwei, weil sie eine lustige Mannschaft, sondern eine verdammt gute Truppe sind», betonte Matip. Und so eine - zumindest personell - kommt nun am nächsten Samstag mit Bayer Leverkusen an die Donau. «Wenn man gegen Leipzig zu Null spielen kann, kann man auch gegen Leverkusen zu Null spielen. Die Heimspiele werden es jetzt entscheiden», sagte der Kapitän. RB-Trainer Hasenhüttl drückt seinem ehemaligen Verein die Daumen, auch wenn er von dessen Spielweise genervt war.

Spielbericht bei RB Leipzig

Spielbericht beim FC Ingolstadt

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