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Nagelsmann nächste Saison in Hoffenheim

Julian Nagelsmann sieht die Aufmerksamkeit bezüglich seiner Trainertätigkeit realistisch und entspannt. Foto: Uwe Anspach

Julian Nagelsmann sieht die Aufmerksamkeit bezüglich seiner Trainertätigkeit realistisch und entspannt. Foto: Uwe Anspach

Den Hype um seine Person nimmt Julian Nagelsmann mal wieder mit Humor.

«Ich finde das ganz lustig. Alle schreiben mich hier weg», sagte der Erfolgscoach von 1899 Hoffenheim in einem «Kicker»-Interview und scherzte: «Außerdem sind bei Bayern oder anderen Clubs so viele Trainer im Gespräch. Ich habe keine Lust, mir mit vier Kollegen eine Trainerstelle zu teilen.» Am 11. Februar ist der mit 29 Jahren jüngste Trainer der Bundesliga-Geschichte bei den Kraichgauern ein Jahr im Amt. Und er wird es nach eigenen Angaben auch in der nächsten Saison noch sein.

«Davon gehe ich aus, ja», sagte Nagelsmann auf die entsprechende Frage. Die Fans «können beruhigt sein». Sein Vertrag läuft ohnehin bis zum 30. Juni 2019. Aus seiner Sicht gibt es derzeit überhaupt keinen Grund, über eine vorzeitige Verlängerung zu verhandeln. «Weder weil ich kategorisch nicht will, noch weil ich weg will.» Er lege den Fokus auf die Arbeit mit seiner Mannschaft - und noch mal: «Ich sehe keinen Anlass. Ich brauche weder mehr Geld noch einen längeren Vertrag für mein persönliches Glück.»

Nagelsmann hätte eigentlich erst zu Beginn dieser Spielzeit Cheftrainer werden sollen, nach dem gesundheitsbedingten Abschied von Huub Stevens warfen ihn die TSG-Verantwortlichen um Mäzen Dietmar Hopp und Sportchef Alexander Rosen im Februar 2016 in den Abstiegskampf. Und der Novize schwamm sich mit der Mannschaft schnell frei. Als Tabellenfünfter darf Hoffenheim nun sogar von der ersten Europapokal-Teilnahme träumen: Die «Nagelsmänner» spielen einen rasanten, attraktiven und erfolgreichen Fußball.

Im überhitzen Fußballgeschäft gilt Nagelsmann nach nur einem Jahr Profitrainer für manche gar als künftiger Nachfolger von Carlo Ancelotti (Vertrag ebenfalls bis 2019) beim FC Bayern. Kürzlich hatte Nagelsmann eingeschlagen, als ihm ein Journalist eine Wette um eine Kiste Weißbier anbot, dass er spätestens dann den Rekordmeister übernehmen würde: «Okay, als Bayern-Trainer könnte ich mir das ja dann leisten.»

Der Newcomer betonte erneut, dass er keinen Karriereplan habe: «Ich habe Lust, irgendwann Titel zu gewinnen, aber keinen Plan, wann und wo das der Fall ist». Ein Engagement im Ausland kann er sich vorstellen - aber welcher Fußballlehrer sagt schon offen, dass er sich nicht zutraue, eines Tages Real Madrid oder Manchester United zu trainieren.

«Wenn es irgendwann mal ein reizvolles Angebot geben sollte mit einer attraktiven Stadt dahinter, könnte mich das schon interessieren. Es gibt einige Clubs in Europa, bei denen ich nicht Nein sagen würde, wenn ich irgendwann mal die Chance hätte», sagte Nagelsmann.

Und das mit dem Hype sei im Übrigen so eine Sache. «Ist einer erfolgreich, wird er hochgejubelt. Aber der Bewertungszeitraum ist mittlerweile sehr kurz, in beide Richtungen und Extreme», sagte der gebürtige Landsberger. «Bei mir geht es gerade ins positive Extrem.»

Nagelsmann-Profil auf Hoffenheimer Homepage

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