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Nervosität und Vorfreude: Hertha will heißen Herbst genießen

Hertha-Trainer Pal Dardai konnte mit dem einen Punkt gegen Bremen leben. Foto: Soeren Stache

Hertha-Trainer Pal Dardai konnte mit dem einen Punkt gegen Bremen leben. Foto: Soeren Stache

Am Tag nach der halbgelungenen Generalprobe gegen Bremen durften die Hertha-Profis noch einmal durchschnaufen. Auf dem Trainingsplatz im Olympiapark herrschte Stille, einige Spieler ließen sich von der medizinischen Abteilung pflegen.

Es gab Freizeit vom Trainer, «damit auch die Köpfe frei werden», sagte Pal Dardai vor der Rückkehr der Berliner auf die zweitgrößte europäische Fußballbühne nach acht Jahren. «Wir freuen uns jetzt riesig auf Donnerstag und ich glaube, dass wir zuversichtlich in die Partie gegen Bilbao gehen können», sagte Innenverteidiger Sebastian Langkamp.

Ein bisschen Nervosität und Ungewissheit, aber vor allem Vorfreude ist spürbar bei Hertha BSC vor dem heißen Fußball-Herbst. Viel ist schon gesprochen worden über Doppelbelastung, Reisestrapazen und Trainingssteuerung. «Das macht uns keine Angst», erklärte Dardai: «Wir wollen es genießen und auch rotieren.» Die Grundlage hat der Club schon mit der Personalpolitik im Sommer gelegt.

Das Problem allerdings: Die neuen Alternativen Davie Selke und Valentino Lazaro sind nach längeren Verletzungen noch nicht fit. Als echter Gewinn hat sich bereits der Australier Mathew Leckie erwiesen, der nach drei Bundesligaspielen schon bei drei Toren steht.

Den einen gewonnenen Zähler mit dem 1:1 am 3. Bundesligaspieltag gegen Bremen wertet Dardai durchaus als gutes Vorzeichen, auch wenn die seit fast vier Jahren anhaltende sieglose Serie gegen Werder nicht gestoppt werden konnte. «Der Anfang der Saison ist immer eine Sammelphase», bemerkte der Ungar.

Werder sammelte in Berlin vor 49 118 Zuschauern - darunter rund 8000 Bremer Anhänger - den ersten Saisonpunkt ein. Das lag einerseits an der mutigen und engagierten Ausrichtung des Gäste-Spiels, andererseits an der über längere Phasen zu fehlerhaften Vorstellung der Gastgeber. Die richtige Raumaufteilung, Leichtfüßigkeit und die gute Tagesform hätten gefehlt, räumte der erfahrene Langkamp ein. Kapitän Vedad Ibisevic sagte aber auch: «Werder ist keine Drittligist und wir sind nicht der FC Barcelona.»

Das Ziel für die Gruppenphase, in der Hertha neben Atletic Bilbao noch den ukrainischen Club Sorja Luhansk und die Schweden von Östersunds FK als Gegner haben, ist dennoch klar. «Wir wollen weiterkommen», hatte Dardai schon unmittelbar nach der Auslosung verkündet. Die spannendste Frage beim ersten Spiel gegen das baskische Team Bilbao ist, wie viele Fans die Europa-Begeisterung ihres Teams teilen werden. Beim bisher letzten Heimauftritt in der Europa-League-Zwischenrunde im Februar 2010 gegen Benfica Lissabon (1:1) waren gerade einmal 13 684 Zuschauer gekommen.

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