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Neustart beim FSV Mainz 05 - Kaluza führt Vorstand

Johannes Kaluza ist der neue Präsident des FSV Mainz 05. Foto: Jan Huebner

Johannes Kaluza ist der neue Präsident des FSV Mainz 05. Foto: Jan Huebner

Erst verabschiedete sich Harald Strutz mit einem emotionalen Auftritt vom FSV Mainz 05, dann gratulierte der langjährige Vereinspräsident seinem Nachfolger Johannes Kaluza.

Der selbst in Vereinskreisen wenig bekannte Unternehmer setzte sich bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten gegen den bisherigen Vizepräsidenten Jürgen Doetz durch und soll die Rheinhessen als Vorstandschef in eine gesicherte Zukunft führen.

Der 62-Jährige, der bei seiner Wahl maßgebliche Unterstützung von der Fangruppierung der Ultras erhielt, will künftig Klartext reden und sich entschieden gegen den Kommerz im Profifußball einsetzen. «Die Fans müssen im Zentrum unseres Handelns stehen», sagte Kaluza in der regen Diskussion.

Mit dem Scheitern von Doetz, der Kaluza in einer Stichwahl mit 458 zu 498 der abgegebenen Stimmen unterlag, schied auch der letzte der verbliebenen alten Vorstandsmitglieder aus. Bereits im ersten Wahlgang scheiterte der dritte Bewerber um den Führungsposten, Frank Röhr.

Dass Kaluza polarisiert, wurde schon während der Versammlung deutlich. Aus Protest gegen dessen Wahl schmiss Hans-Georg Schnücker, Geschäftsführer der Verlagsgruppe Rhein-Main, seine Kandidatur für den Aufsichtsrat überraschend hin.

Zu Beginn der Wahlveranstaltung hatte Harald Strutz noch einmal das Wort ergriffen. Der 66-Jährige, der nach heftigen Querelen um seine Bezüge von insgesamt 23 000 Euro für das eigentliche Ehrenamt nach fast 29 Jahren auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte, ließ die Erfolge der letzten Jahre noch einmal Revue passieren.

Der Jurist unterließ aber eine Abrechnung mit seinen Kritikern. Sein Abschied war eher emotional. «Jetzt ist es Zeit zu gehen. Ein kleines Stück meines Herzens bleibt bei Mainz 05, mein ganzes Herz gehört meiner Familie», sagte Strutz. Er verabschiede sich mit Selbstbewusstsein und Stolz, sagte Strutz bei seinem von Ovationen der Mitglieder begleiteten Abgang.

Der scheidende Präsident konnte das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte präsentieren. Der Umsatz im zu Ende gehenden Geschäftsjahr erreicht mit 109,5 Millionen Euro einen Höchststand. Der Gewinn vor Steuern wird mehr als zehn Millionen Euro betragen, das Eigenkapital kann auf über 30 Millionen Euro gesteigert werden. Die genauen Zahlen werden erst bei der turnusmäßigen Sitzung im Herbst bekanntgegeben.

Dort soll auch der die Entlastung des alten Vorstandes erfolgen. Bis dahin wird sich auch das neue Kontrollgremium in seine Rolle eingelebt haben. Erstmals haben die Mainzer einen hauptamtlichen Aufsichtsrat, der aus acht Mitgliedern besteht.

Vereinsmitteilung

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