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Reservisten stören Schalker Ruhe - Strafe für Konopljanka

Jewgen Konopljanka kritisierte Trainer Markus Weinzierl scharf. Foto: Tim Rehbein

Jewgen Konopljanka kritisierte Trainer Markus Weinzierl scharf. Foto: Tim Rehbein

Der eine beklagt mangelnde Rückendeckung des Vereins, der andere beleidigt sogar den Trainer: Die Edelreservisten Max Meyer und Jewgen Konopljanka haben die ohnehin trügerische Sommerruhe bei Schalke 04 empfindlich gestört.

Die Offensivspieler - 2017 jeweils ohne Bundesliga-Tor geblieben - wollen durch ihre medialen Vorstöße offenbar ihre Abschiede forcieren. Zunächst einmal müssen sie sich aber auf Ärger mit ihrem Verein einstellen. Konopljanka wird für seine Aussagen eine Geldstrafe erhalten.

«Dafür wird er sanktioniert, er wird eine saftige Geldstrafe bekommen. Das geht so nicht», sagte Christian Heidel am Montag der «Sport Bild». Über die Höhe der Strafe wollte der Schalker Manager noch nichts sagen, bevor er selbst mit dem Spieler gesprochen habe.

Der ukrainische Nationalspieler Konopljanka hatte Trainer Markus Weinzierl in ungewöhnlicher Schärfe attackiert. «Er ist ein Feigling! Und ich sage es ganz ehrlich: Er bleibt nicht länger Trainer dieser Mannschaft. Ansonsten steigt Schalke in die 2. Liga ab», sagte der 27-Jährige in einem Interview mit «Football Hub», dem Internetprojekt der ukrainischen Sendergruppe «1+1».

Weinzierl hatte Konopljanka mitgeteilt, dass er nicht mehr mit ihm plane. «Er sagte mir, ich solle mir besser einen anderen Verein suchen, und ich sagte zu ihm: «Glauben Sie, Sie bleiben länger in dem Verein als ich?» Wenn man jemanden loswerden will, der gerade erst für 15 Millionen Euro geholt wurde, braucht es mehr Erklärungen. Man muss sich verstehen und einig werden. Das Gespräch mit ihm hat nur eine Minute gedauert.»

Konopljanka, der bei der EM 2016 noch mit einer starken Leistung im Gruppenspiel gegen Deutschland (0:2) auf sich aufmerksam gemacht hatte, war von Schalke vor der letzten Saison ausgeliehen und per Option in diesem Sommer gekauft worden. Dass der Ukrainer direkt weiterveräußert wird, war aufgrund der enttäuschenden Saison schon vor seiner öffentlichen Attacke wahrscheinlich. Angeblich gibt es einige Interessenten aus dem Ausland.

Dasselbe gilt auch für Max Meyer. Das Schalker Eigengewächs hat sich nun auch auf dem Markt positioniert und einen Abschied spätestens nach Ablauf seines Vertrages im Sommer 2018 angedeutet. «Ich habe ein Angebot zur Verlängerung bekommen, aber mit meinem Management entschieden, es nicht anzunehmen», sagte Meyer im EM-Trainingslager der deutschen U21-Nationalmannschaft in Grassau der «Bild»-Zeitung.

Bei Sky Sport News HD sagte Meyer, es habe ihn gestört, dass manche Dinge «nicht richtiggestellt wurden. Dadurch wurde ich in eine Ecke gedrängt». Er bezog sich darauf, dass öffentlich verlautet sei, der Verein wolle nicht verlängern, obwohl er ein Angebot gehabt habe.

Wollen die Schalker noch eine Ablösesumme für den 21-Jährigen erhalten, müssten sie ihn verkaufen. Die Gelsenkirchener mussten im Vorjahr Joel Matip ablösefrei ziehen lassen, in diesem Jahr Sead Kolasinac und drohen 2018 auch Mittelfeldspieler Leon Goretzka ohne Entschädigung zu verlieren.

Meyer zeigte sich für alles offen. Ob er in diesem oder im nächsten Sommer gehe, «das ist die Frage», sagte er: «Klar ist, dass ich nächste Saison besser zur Geltung kommen muss.» Einen Wechsel zum Liga-Rivalen VfL Wolfsburg schloss Meyer dagegen aus: «Das ist keine Option für mich.»

Heidel gibt die Hoffnung auf einen Verbleib des Eigengewächses offenbar nicht auf. Er sagte zu Sky Sport News HD, man habe Meyer «ein sehr, sehr gutes Angebot» gemacht. Das sei ohne Angaben von Gründen «zunächst» abgelehnt worden: «Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt sind möglich.»

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