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Schalke, Bayer und Co. wollen wieder nach Europa

Geschäftsführer Michael Schade (l) und Sportdirektor Rudi Völler (r) präsentieren Heiko Herrlich als neuen Trainer. Foto: Federico Gambarini

Geschäftsführer Michael Schade (l) und Sportdirektor Rudi Völler (r) präsentieren Heiko Herrlich als neuen Trainer. Foto: Federico Gambarini

Die Rückkehr in den Europapokal ist das Ziel, die vergangene Saison soll ein Ausrutscher bleiben. Der FC Schalke 04 und Bayer Leverkusen wollen unbedingt wieder europäische Cup-Atmosphäre und um die dicken Einnahmen spielen.

«Wir müssen in die internationalen Plätze reinkommen», sagte Schalke-Sportvorstand Christian Heidel. Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler klingt ähnlich forsch: «Die internationalen Plätze sind unser Ziel, da mache ich gar keinen Hehl draus.» Auch Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg möchten wieder deutlich besser abschneiden, als 2016/17.

Während die Elf vom Niederrhein und die Wölfe auf ihre Trainer der Vorsaison vertrauen, setzen Bayer 04 und Schalke bei ihrem geplanten Angriff auf das obere Tabellendrittel auf neue Impulse an der Seitenlinie. «Wir gehen jetzt einen neuen Weg mit einem jungen Trainer, der Taktik, Athletik, Kommunikation und soziale Kompetenz verinnerlicht hat», sagte Heidel zur Verpflichtung von Domenico Tedesco. Der 31 Jahre alte Coach sei «ein Workaholic».

In Nabil Bentaleb und Jewgeni Konopljanka verpflichtete Schalke zwei zuvor ausgeliehene Spieler fest. Amine Harit kam vom FC Nantes, Bastian Oczipka von Eintracht Frankfurt. Zudem hoffen die Gelsenkirchener auf die Rückkehr des lange verletzen Stürmers Breel Embolo und Nationalspieler Leon Goretzka als Taktgeber im Mittelfeld. «Wir werden nicht ruhen, bis Schalke 04 wieder da ist, wo der Verein hingehört», sagte Heidel.

Weiter nach oben gehörte vor der vergangenen Spielzeit auch Leverkusen - dann kam Rang zwölf. Der neue Werkself-Coach Heiko Herrlich weiß, dass von ihm die Europa-Rückkehr erwartet wird. Er muss allerdings die Abgänge zweier Leistungsträger verkraften: Hakan Calhanoglu wechselte zum AC Mailand, Chicharito zu West Ham United. Die bekanntesten Neuzugänge heißen Sven Bender und Dominik Kohr.

Sportdirektor Völler prognostiziert für die beginnende Saison: «Bayern Erster, Dortmund Zweiter, alles andere wäre eine Sensation. Hinter den beiden Großen folgen acht bis zehn Mannschaften, die sich um die restlichen internationalen Plätze rangeln. Zu diesem Kreis gehören auch wir.»

Ein weiterer Club aus Nordrhein-Westfalen will ebenfalls wieder dazu gehören: Borussia Mönchengladbach. Offiziell lautet die Vorgabe wie in den vergangenen Spielzeiten auch: Einstelliger Tabellenplatz. Vier Europacup-Teilnahmen in fünf Jahren haben jedoch die Lust geweckt, nach einer Spielzeit Abstinenz 2018 wieder auf internationale Dienstreisen zu gehen.

«Wenn wir diese Gier, wieder erfolgreich zu sein, entwickeln und zweimal eine solche Halbserie wie zuletzt mit 28 Punkten hinlegen, dann ist man mit 56 Punkten irgendwo im Dunstkreis der Plätze vier bis sechs», sagte Trainer Dieter Hecking, der die Fohlen im Winter übernahm.

Etwa zwei Monate kürzer im Amt ist Andries Jonker in Wolfsburg. Der Niederländer verhinderte mit seinem Team im Mai mit zwei 1:0-Siegen in der Relegation gegen Eintracht Braunschweig nur knapp den Abstieg. «Eines ist klar: Keiner hat Lust auf eine Wiederholung des Abstiegskampfes und der Relegation», sagte Jonker. Mit konkreten Platzierungsvorgaben hält er sich jedoch zurück.

Anders als Jonkers Wolfsburger, Schalke, Leverkusen und Gladbach dürfen sich unter anderem Köln, Hertha BSC und 1899 Hoffenheim schon in dieser Saison auf Europokal-Duelle freuen. Die Clubs waren da, als die Etablierten schwächelten.

Gladbach-Coach Hecking rechnet erneut mit großer Konkurrenz im Rennen um das obere Tabellendrittel. Aufgrund hoher Transfererlöse könnten Außenseiter wieder die Chance haben, vorne mitzumischen. «Köln, Freiburg, Mainz - solche Clubs haben jetzt auch die Möglichkeiten, noch mehr bessere Qualität auf dem Transfermarkt zu holen», sagte er. «Das kann die spannendste Bundesligasaison aller Zeiten werden, weil viele Vereine viel Geld eingenommen haben.»

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