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Schnelle Trainersuche: Bundesliga-Clubs brauchen Klarheit

Das DFB-Pokalfinale könnte für Thomas Tuchel das letzte Spiel als BVB-Trainer sein. Foto: Bernd Thissen

Das DFB-Pokalfinale könnte für Thomas Tuchel das letzte Spiel als BVB-Trainer sein. Foto: Bernd Thissen

Schnell soll es gehen, da sind sich alle Bundesliga-Vereine einig. Erst nach einer Entscheidung für oder gegen einen Trainer macht die Planung für die neue Saison schließlich so richtig Sinn.

Markus Weinzierl bekommt beim FC Schalke 04 allem Anschein nach eine zweite Chance, in dieser Woche wollen sich der Trainer und Manager Christian Heidel über die kommende Spielzeit unterhalten. In Mainz, Leverkusen und - so scheint es sich immer deutlicher abzuzeichnen - auch in Dortmund sollen dagegen frische Kräfte ans Werk. Die Zukunft von Andries Jonker beim VfL Wolfsburg hängt maßgeblich vom Ausgang der Relegation gegen Eintracht Braunschweig ab.

Für Thomas Tuchel macht der Ausgang seines letzten Spiels dagegen wohl keinen Unterschied mehr. Bis zum Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt wird der Burgfrieden zwischen BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und dem Trainer zwar halten. Das angeblich ergebnisoffene Gespräch in den Tagen nach dem erhofften Sieg im DFB-Pokal ist aber wohl nur noch eine Abschiedsunterredung, die Gerüchte um Lucien Favre als Nachfolger halten sich hartnäckig.

Womöglich kann Tuchel dennoch bald mit den Planungen für die kommende Saison beginnen - allerdings bei Bayer Leverkusen. «Jung, erfahren, deutsch», benannte Sportdirektor Rudi Völler die Vorstellungen an den Neuen, den er am besten schon innerhalb der nächsten drei Wochen präsentieren will. Gedankenspiele mit Tuchel bezeichnete Völler zwar als Spekulation, sagte aber ganz allgemein über den neuen Übungsleiter: «Er darf und muss unbequem sein.»

Ganz sicher muss der Nachfolger von Tayfun Korkut die verkorkste Saison am Rhein vergessen machen, an der auch Roger Schmidt seinen Anteil hatte. «Wir wollen wieder ins internationale Geschäft mit unseren Möglichkeiten. Der Trainer soll das natürlich bewerkstelligen», betonte Völler am Wochenende im ZDF-Sportstudio.

Mainz war zwar ebenfalls schon Europapokalteilnehmer, doch dem Club geht es zunächst vor allem um eine Saison ohne Abstiegssorgen - und um eine gute Perspektive. Weil Martin Schmidt die nicht mehr bieten konnte oder wollte und seinen 2018 auslaufenden Vertrag nicht verlängert hätte, erfolgte trotz Klassenverbleibs am Montag die Trennung. «Wir brauchen einen neuen Impuls. Und für uns ist auch die mittelfristige Planung wichtig», sagte Manager Rouven Schröder.

Wie die Leverkusener will auch der FSV zügig handeln bei der Nachfolge. «Mainz 05 ist ein spannender Verein, der neue Trainer muss zu unserer Philosophie passen. Es muss ein bodenständiger, demütiger Trainer sein, der gern Spieler entwickelt», sagte Schröder.

Als heißer Kandidat gilt der bisherige U23-Trainer Sandro Schwarz. Der 38-Jährige ist mit der 2. Mannschaft der Mainzer aus der 3. Liga abgestiegen und hatte angekündigt, nicht in seinem bisherigen Amt weiterzumachen. Vor der Trennung vom Schweizer Schmidt gab es aber noch keine Gespräche mit Schwarz.

Dabei sprechen die Erfahrungen aus der Vergangenheit für eine solche Lösung. Mit Schmidt und Tuchel hat Mainz bereits zuvor zwei Trainer aus den eigenen Reihen in die Bundesliga befördert. Außerdem war davor Jürgen Klopp direkt vom Spieler zum Trainer aufgestiegen.

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