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Trotz Champions-League-Geld kein Stars-Shopping in Leipzig

Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick (r) und Vorstandschef Oliver Mintzlaff wissen, dass sie für die internationale Auftritte in der kommenden Saison aufrüsten müssen. Foto: Jan Woitas

Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick (r) und Vorstandschef Oliver Mintzlaff wissen, dass sie für die internationale Auftritte in der kommenden Saison aufrüsten müssen. Foto: Jan Woitas

Jetzt ist RB Leipzig auch offiziell in einer anderen Geld-Liga. 50 Millionen Euro ließ sich der Club im Sommer vor einem Jahr seine Neuzugänge kosten - ohne vergleichbare Einnahmen zu haben als Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga.

Timo Werner, Naby Keita - sie kamen unter anderem zur Saison 2016/2017 und steigerten ihren Marktwert schon beträchtlich. Aus dem ehemaligen Zweitliga-Team ist ein Champions-League-Teilnehmer geworden, der allein für das Erreichen der europäischen Meisterklasse wohl mit mindestens 12 Millionen Euro belohnt werden dürfte.

12,7 Millionen betrug zumindest die Antrittsprämie der laufenden Saison. 6 Millionen gab es fürs Achtelfinale, 6,5 fürs Viertelfinale, 7,5 für die Halbfinalisten. Der Champions-League-Sieger bekommt 15,5, der im Finale unterlegene Club 11 Millionen Euro. Plus Prämien in der Gruppenphase - darunter 1,5 Millionen Euro bei einem Sieg, 500 000 bei einem Unentschieden - kann die Maximalsumme von 57,2 Millionen Euro eingespielt werden.

Sechs Gruppenspiele von Mitte September bis Anfang Dezember sind für die Leipziger erstmal fix. Mehr Spiele, mehr Einnahmen - auch mehr Spieler? Ja. «Wir brauchen mehr Qualität in der Breite», betonte Sportdirektor Ralf Rangnick. «Wir werden aber auch hier keine verrückten Sachen machen», kündigte Vorstandschef Oliver Mintzlaff allerdings zugleich an. «Es wird sicherlich keinen Riesenumbruch geben», meinte Mintzlaff.

Deutlich wurde in der ersten Saison der Leipziger in der Bundesliga: Ein Fehlen der absoluten Topleute wie Timo Werner, Naby Keita oder Emil Forsberg macht sich schon bemerkbar. Zudem kommen auf die Leipziger schlichtweg mehr Spiele zu, dazu die Reisen. In ihrer ersten Bundesliga-Saison werden sie am Ende gerade mal 35 Pflichtspiele absolviert haben, nachdem sie sich bereits in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal verabschiedet hatten. Zum Vergleich: DFB-Pokalfinalist und Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund steht bereits bei 48 Pflichtspielen.

Alles wird sich der neuen Herausforderung anpassen müssen in Leipzig. «Jetzt gibt es keine wirkliche Sommerpause, sondern jetzt heißt es, dass wir den Verein für den internationalen Fußball flott machen», sagte Mintzlaff. Das Trainingslager steht schon fest: Vom 20. bis 28. Juli geht es nach Seefeld. Von dort reist die Delegation um Trainer Ralph Hasenhüttl nach London zum Emirates Cup. Es sind die ersten internationalen Prüfungen für die internationalen Ernstfälle, die Gegner dort heißen FC Sevilla und Benfica Lissabon.

Dann dürften auch erste Verstärkungen mit dabei sein. Wer das alles sein wird, ist noch offen. Rangnick betonte aber schon, dass alle Transfers «natürlich unter Berücksichtigung aller Vorgaben des Financial Fairplay» getätigt würden. Denn Vorwürfe, dass RB dank Sponsor Red Bull auch ohne Champions League in einer anderen Liga als viele andere Clubs spielen würde, begleiten den im Mai 2009 gegründeten Verein wie der Erfolg.

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Einnahmenverteilung der Champions League in der laufenden Saison

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