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Versprechen für die Zukunft: Hype um BVB-Talent Moukoko

Youssoufa Moukoko (r) sorgt in der U17-Mannschaft von Borussia Dortmund für Furore. Foto: Peter Ludewig

Youssoufa Moukoko (r) sorgt in der U17-Mannschaft von Borussia Dortmund für Furore. Foto: Peter Ludewig

Schnell, trickreich, torgefährlich - Youssoufa Moukoko gilt als Versprechen für die Zukunft. Selbst in der an Talenten reichen U17 von Borussia Dortmund sticht der Angreifer heraus.

Beim 6:1 seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende über Viktoria Köln hinterließ er zum wiederholten Mal mächtig Eindruck. Die neuerliche Gala mit vier Treffern sorgte für Aufsehen - und jede Menge Gesprächsstoff. Schließlich ist Moukoko erst zwölf Jahre alt. Das jedenfalls geht aus einer Geburtsurkunde hervor, die sein Vater vom deutschen Konsulat in Kamerun erhalten hat.

Der im vorigen Sommer vom FC St. Pauli zum BVB gewechselte Moukoko könnte das nächste Megatalent sein, das wie Mario Götze oder Christian Pulisic den Sprung in den Profikader des Revierclubs schafft. Derzeit führt der Deutsch-Kameruner mit acht Treffern die Torschützenliste der Bundesliga West bei den B-Junioren an - nach nur drei Partien, von denen er lediglich eine über die volle Distanz bestritt.

Die gewachsene Aufmerksamkeit für Moukoko verstärkt auch die Diskussionen über sein Alter. Vor allem die kräftige Statur des Dortmunders schürt Zweifel. «Es ist ungewöhnlich, dass ein Zwölfjähriger die Physis eines 17-Jährigen hat», kommentierte Sportmediziner Joachim Schubert. Der ehemalige Mannschaftsarzt des VfL Bochum und der Nationalmannschaft von Togo äußerte in der «Funke Mediengruppe» auch aus anderen Gründen Bedenken: «Sollte er wirklich erst zwölf Jahre alt sein, halte ich es für bedenklich, wenn er schon regelmäßig gegen 17-Jährige spielt. Es ist fraglich, ob er das auf lange Zeit durchhält.»

Solche Einwände veranlassten den Deutschen Fußball-Bund zu einem öffentlichen Verweis auf die Jugendordnung. Diese enthält keine Einschränkung, die den Einsatz eines Zwölfjährigen in einer höheren Altersklasse untersagt. Talente wie Moukoko seien aber die große Ausnahme, und nicht jede Ausnahme solle zur Nachahmung animieren. «Mit Blick auf die fußballerische Entwicklung ist von diesem Modell in den meisten Fällen eher abzuraten», hieß es in der Erklärung des Verbandes.

«Es ist wichtig, sich den Spieler sehr individuell anzuschauen. Die Frage muss sein: Welche Qualitäten bringt er nicht nur körperlich und fußballerisch, sondern auch von der Entwicklung seiner Persönlichkeit mit?», kommentierte der beim DFB als Sportlicher Leiter für die Talentförderung zuständige Markus Hirte. «Ich bin kein Freund davon, dass Spieler immer früher in immer höheren Altersklassen zum Einsatz kommen.»

Diese Bedenken versuchen die Dortmunder Trainer zu zerstreuen. Eine Überforderung des in diversen Medien bereits als «Wunderkind» gehandelten Moukoko soll unter allen Umständen verhindert werden. Ungeachtet seines geringen Alters wird schon jetzt darüber spekuliert, ob er in den kommenden Jahren als jüngster Spieler in die Annalen der Bundesliga eingeht. Rekordhalter ist Nuri Sahin, der im August 2005 mit 16 Jahren und 335 Tagen im Fußball-Oberhaus debütierte. Dabei trug er - wie derzeit Moukoko - das Trikot von Borussia Dortmund.

Die jüngsten Fußball-Profis auf DFB-Homepage

Erklärung des DFB zur Jugendordnung

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