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VfL Wolfsburg sucht Ruhe in der Klosterpforte

Mario Gomez (r) und Kollegen bereiten sich auf das Relegations-Rückspiel vor. Foto: Julian Stratenschulte

Mario Gomez (r) und Kollegen bereiten sich auf das Relegations-Rückspiel vor. Foto: Julian Stratenschulte

Watergate-Affäre, Fehlentscheidungen und Gerüchte über eine Ausstiegsklausel bei Mario Gomez: Der VfL Wolfsburg sucht vor dem Relegations-Rückspiel bei Eintracht Braunschweig vor allem Ruhe.

Deswegen ist der Fußball-Bundesligist vor dem entscheidenden Match am Montag (20.30 Uhr) nach Harsewinkel geflüchtet. «Hier finden wir perfekte Bedingungen vor, um abgeschottet und in aller Ruhe fokussiert mit dem Team arbeiten zu können», erklärte VfL-Trainer Andries Jonker.

Denn eine normale Vorbereitung in Wolfsburg ist nach dem knappen 1:0 im Hinspiel kaum möglich. «Montagabends in Braunschweig - da weiß man schon, was da los ist. Es wird ein Feuerwerk geben», kündigte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht bereits nach dem Schlusspfiff an. Um für die aufgeladene und emotionale Atmosphäre in Braunschweig gewappnet zu sein, hat sich der VfL bis Sonntagmittag für die Abgeschiedenheit rund um ein 800 Jahre altes Kloster entschieden.

Während noch immer die Elfmeter-Fehlentscheidung von Schiedsrichter Sascha Stegemann allgegenwärtig ist, ärgern sich auch die Wolfsburger über den Referee. In der 41. Minute checkte Braunschweigs Jan Hochscheidt VfL-Offensivspieler Daniel Didavi im Strafraum fernab des Spielgeschehens um. Ein Pfiff blieb aus. «Ich musste in 13 Spielen viele Schiedsrichter-Entscheidungen schlucken. Ich habe mich gefragt, warum Entscheidungen so getroffen wurden. Aber ich halte jetzt meinen Mund und möchte dazu nichts sagen», teilte Jonker mit.

Aufgelöst wurde auch die sogenannte Watergate-Affäre. Die Braunschweiger Profis fanden vor dem Anpfiff ihre von den Eintracht-Betreuern in der Dusche der Gästekabine platzierten Fußballschuhe durchnässt vor. Ein automatisch ausgelöster Spülvorgang aller sanitären Anlagen soll für das nasse Schuhwerk gesorgt haben, erklärte der VfL und wies alle Vorwürfe zurück.

Am Samstag machten dazu Gerüchte über eine Ausstiegsklausel bei Torjäger Mario Gomez die Runde. Nach Informationen der «Bild»-Zeitung darf der Nationalstürmer, der bis 2019 an den VfL gebunden ist, nach Ende der Saison den Club für zehn Millionen Euro verlassen, egal ob Wolfsburg absteigt oder nicht. Gomez ist für die Niedersachsen die personifizierte Lebensversicherung. Neben dem Treffer im Hinspiel erzielte der 31-Jährige in dieser Spielzeit 16 Bundesligatore für den Pokalsieger von 2015.

Bericht VfL-Homepage

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