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Wohl noch mehr abgelehnte Mitgliedsanträgen bei 96

Martin Kind hatte die Ablehnung von 119 Mitgliedsanträgen bei Hannover 96 bestätigt. Foto: Peter Steffen

Martin Kind hatte die Ablehnung von 119 Mitgliedsanträgen bei Hannover 96 bestätigt. Foto: Peter Steffen

Clubchef Martin Kind hatte in der vergangenen Woche die Entscheidung bestätigt, 119 Anträge abgelehnt zu haben. Diese waren gebündelt über die IG Pro Verein eingereicht worden. «Mittlerweile haben sich bei uns weitere Personen gemeldet, deren Einzelanträge auch abgelehnt worden sind», sagte ein Sprecher der Interessensgemeinschaft der Deutschen Presse-Agentur.

Die IG hatte das Vorgehen als «beispielloses Vorgehen» bezeichnet und fehlende Jahresbeiträge im zweistelligen Tausend-Euro-Bereich hingewiesen. Die Anträge seien mit «nichtssagenden Mitteilungen» abgelehnt worden. Anfragen zu den Beweggründen des Clubs von Seiten «des Fanbeirates und sogar der Vereins-Aufsichtsräte Kramer und Nestler blieben vom Vorstand bislang unbeantwortet», hieß es weiter.

Der gewählte 96-Fanbeirat hatte Kind aufgefordert, bis zum 12. Juli Stellung zu beziehen. Von einem möglichen Stimmungsboykott, mit dem laut Medienberichten gedroht worden sei, könne aber keine Rede sein. «Das war so nicht gemeint», hieß es aus dem Fanbeirat. Der Pro-Verein-Sprecher meinte: «Ein Stimmungsboykott ist immer ein sehr drastisches Druckmittel. Wir wollen andere Mittel und Wege finden.»

Als Hintergrund für die abgelehnten Anträge wird der Dauerstreit zwischen Kind und der Vereinsopposition vermutet. Kind will noch in diesem Jahr die Mehrheit bei der entscheidenden Gesellschaft des Bundesligisten übernehmen, der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA. Diese Gesellschaft hält die Lizenz für den Spielbetrieb in der Bundesliga.

Wegen wiederholten Fehlverhaltens seiner Fans muss Hannover 96 75 000 Euro Geldstrafe zahlen. Im Wiederholungsfall droht dem Aufsteiger bei einem Heimspiel zudem ein Teilauschluss der Öffentlichkeit, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Das DFB-Sportgericht verurteilte den Club wegen gezündeter Böller aus dem Block von 96-Fans während der Zweitligaspiele in Würzburg und gegen Braunschweig. Zudem wurde der Platzsturm einiger Fans nach dem letzten Saisonspiel in Sandhausen sanktioniert. Hannover 96 kann gegen das Urteil noch Einspruch einlegen.

Offener Brief des Fanbeirates

Mitteilung von IG Pro Verein 1896

Fanbeirat von Hannover 96

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