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2. Liga: Braunschweig rückt auf Rang zwei vor

Braunschweigs Christoffer Nyman schoss beide Tore gegen den VfL Bochum. Foto: Peter Steffen

Braunschweigs Christoffer Nyman schoss beide Tore gegen den VfL Bochum. Foto: Peter Steffen

Eintracht Braunschweig bietet der Konkurrenz im Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga weiter hartnäckig die Stirn. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht rückte am Sonntag dank eines 2:0 gegen den VfL Bochum auf den zweiten Platz in der 2. Liga vor.

«Wir haben in dieser Saison nie zweimal hintereinander verloren. Der Mannschaft ist es immer super gelungen, eine Reaktion zu zeigen. Das zeigt, dass wir mental stark sind», sagte Lieberknecht, dessen Team eine Woche zuvor das Derby bei Hannover 96 0:1 verloren hatte.

Spitzenreiter VfB Stuttgart, Braunschweig und Hannover trennt bei Punktgleichheit (57) lediglich die Tordifferenz. Der Vierte Union Berlin liegt drei Punkte zurück und tritt am Montag zum Abschluss des 30. Spieltages im Spitzenspiel in Stuttgart an (20.15 Uhr/Sky und Sport1).

Im nicht minder spannungsgeladenen Kampf gegen den Abstieg verpasste Aufsteiger Würzburger Kickers beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg den so ersehnten ersten Sieg 2017 und rückte nur aufgrund der Tordifferenz auf einen Nichtabstiegsplatz vor. Den ersten Erfolg nach zuvor zehn Spielen ohne Sieg feierte der SV Sandhausen beim 4:0 gegen Schlusslicht Karlsruher SC und entledigte sich wohl der größten Sorgen. Überschattet wurde der Spieltag von der schweren Verletzung des Düsseldorfer Profis Kevin Akpoguma, der beim 1:3 der Fortuna gegen St. Pauli einen Halswirbelbruch erlitt.

Eine Woche nach dem Derby-Sieg gab es für Hannover eine Ernüchterung. «Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Niederlage», sagte Torwart Philipp Tschauner nach dem 2:2 des Bundesliga-Absteigers bei Erzgebirge Aue. In der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte Aues Dimitrij Nazarov den Ausgleich. Höhepunkt im Aufstiegskrimi ist das Gipfeltreffen zwischen Stuttgart und Union Berlin. Union-Coach Jens Keller kehrt dahin zurück, wo er ins Trainer-Geschäft eingestiegen ist. Und der gebürtige Stuttgarter sieht sein Team vor knapp 60 000 Zuschauern psychologisch im Vorteil: «Ich denke, der große Unterschied ist, dass wir wollen - und Stuttgart muss.»

Im Tabellenkeller ist für Karlsruhe nach der Pleite in Sandhausen der Sturz in die 3. Liga wieder ein Stück nähergerückt. Davor zittern sieben Mannschaften - den Elften St. Pauli trennen vom Relegationsrang zwei und vom direkten Abstiegsplatz 17 vier Punkte. St. Paulis Tendenz zeigt nach dem Sieg in Düsseldorf weiter nach oben. Hoffen darf der 1. FC Kaiserslautern nach dem 1:0 gegen 1860 München, wo die Lage immer brenzliger wird. «Ich bin fassungslos. Das ist ein sehr, sehr ungerechtes Ergebnis», meinte 1860-Trainer Vítor Pereira nach der Niederlage durch das Eigentor Christian Gytkjaer. Arminia Bielefeld kam nach einem 0:2-Rückstand immerhin noch zu einem 2:2 in Heidenheim - verlor aber wertvolle Punkte.

Sportliches rückte am Freitagabend in Düsseldorf angesichts der schweren Verletzung von Akpoguma in den Hintergrund. Der Innenverteidiger erlitt bei einem Zweikampf mit St. Pauli-Profi Bernd Nehrig einen Bruch des ersten Halswirbels. Zur Erleichterung aller kommt Akpoguma wohl um eine OP herum und konnte die Intensivstation der Uniklinik Düsseldorf verlassen.

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