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Dank «ET» Messi: Barça gewinnt Pokal

Sowohl Lionel Messi (l) als auch Andres Iniesta haben mit Barcelona 30 Titel gewonnen. Foto: Francisco Seco

Sowohl Lionel Messi (l) als auch Andres Iniesta haben mit Barcelona 30 Titel gewonnen. Foto: Francisco Seco

Am Ende einer enttäuschenden Saison durften Lionel Messi, Neymar und Co. doch noch mit ihren Liebsten ausgelassen auf dem Rasen feiern. Als Trostpreis sprang für den ruhmreichen FC Barcelona immerhin noch der dritte Pokalsieg in Serie heraus.

«Jeder Sieg ist schön und muss gefeiert werden, aber das war nicht die Saison, die wir uns gewünscht haben», sagte Clubboss Josep Bartomeu am Samstag nach dem 3:1 über Club Deportivo Alavés im Estadio Vicente Calderón von Madrid und brachte die Gemütslage auf den Punkt.

Denn der Schmerz im Team mit Nationalkeeper Marc-André ter Stegen, der seinem Ersatzmann Jasper Cillesen wie immer im Pokal den Vortritt lassen musste, sitzt noch tief. Schließlich hat der große Rivale Real Madrid die Katalanen als Liga-Champion abgelöst und kann am nächsten Samstag sogar noch die Champions League gewinnen. So kündigte Bartomeu einen kleinen Umbruch an: «Viele Spieler werden gehen, neue werden kommen.»

Einer, den man am Camp Nou sicher nicht ziehen lassen will, ist Messi. Der fünfmalige Weltfußballer zeigte erneut eine tolle Leistung, die entscheidend dafür war, dass der beherzt kämpfende Außenseiter aus dem Baskenland, der nie einen Erstliga- oder Pokaltitel gewinnen konnte, erneut leer ausging. Der Argentinier erzielte vor den Augen von König Felipe - ein Fan von Atlético Madrid - nach Doppelpass mit dem Brasilianer Neymar in der 30. Minute per Kunstschuss zunächst die Führung für die Katalanen.

Nach dem Ausgleich durch Theo Hernández per direkt verwandeltem Freistoß aus 25 Metern (33.) bereitete Messi auch die Tore von Neymar (45.) - aus nicht geahndeter Abseitsposition - und Paco Alcácer (45.+1) sehr schön vor.

«Messis Pokal», titelte die Sporttageszeitung «AS». Barcelona habe nicht gut gespielt, «aber gegen Messis Magie ist kein Kraut gewachsen», schrieb das Blatt. Bartomeu lobte mit Seitenhieb auf Reals Cristiano Ronaldo: «Lio ist der Beste der Welt!» Und Trainer Luis Enrique ergänzte: «Messi ist ein Außerirdischer. Er wird bald 30, aber er wird noch lange, sehr lange uns Fußball-Fans beglücken.»

Bei seinem 700. Pflichtspiel für Barcelona gewann der Mann aus Rosario seinen 30. Titel im blauroten Trikot. So viele hat im Club sonst nur Spielmacher Andrés Iniesta, der bereits 33 ist. In 25 Endspielen erzielte Messi nicht weniger als 26 Tore. Barça gewann zum ersten Mal seit 1953 den «Copa del Rey» zum dritten Mal in Serie. Mit 29 Pokalerfolgen ist der Club in Spanien unerreicht - weit vor Athletic Bilbao (23), Real (19) und Atlético (10).

Zahlen über Zahlen. Das Finale war aber auch ein Match der Emotionen und Abschiede. Zum einen hört Luis Enrique als Trainer von Barcelona nach drei Spielzeiten auf eigenen Wunsch auf. «Das wird mir und den Spielern gut tun», sagte der 47 Jahre alte Ex-Profi, der umstritten war, obwohl er neun von 13 möglichen Titeln holte, darunter zwei mal die Meisterschaft und einmal die Champions League (2015). Zukunftspläne? «Weiß nicht. Vielleicht werde ich in einer anderen Sportart Trainer», sagte der als Hitzkopf bekannte Coach.

Abschied wurde am Samstag auch vom Atlético-Stadion genommen. Das legendäre Calderón am Ufer des Manzanares, in dem 1982 auch WM-Spiele stattfanden und Musikstars wie die Rolling Stones, Madonna und U2 auftraten, wird rund 51 Jahre nach der Einweihung abgerissen. Das alte, typische Fußballstadion ist im modernen Millionengeschäft Fußball nicht mehr zeitgemäß. Anstelle des Stadions sollen mehrere Wohngebäude errichtet werden. Atlético zieht zum ursprünglich als Olympiastadion vorgesehenen La Peineta weit außerhalb Madrids um. Eine Ära geht zu Ende.

Aussagen von Bartomeu, Spanisch

Aussagen von Luis Enrique, Spanisch

Titelseite von AS, Spanisch

Bilanz von Luis Enrique als Barcelona-Trainer

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