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Klopp sieht noch Titelchancen für die Reds

Liverpools Trainer Jürgen Klopp schiebt beim Spiel gegen den FC Chelsea Frust. Foto: Dave Thompson

Liverpools Trainer Jürgen Klopp schiebt beim Spiel gegen den FC Chelsea Frust. Foto: Dave Thompson

Es war ein typischer Klopp-Moment. Als Liverpool-Torwart Simon Mignolet in der Schlussviertelstunde den Strafstoß von Diego Costa parierte, kam Jürgen Klopp dem Vierten Offiziellen beängstigend nahe. Es sah fast aus, als würde der Liverpool-Trainer ihn beschimpfen.

«Ich habe ihm gesagt, 'Niemand kann uns schlagen'», stellte Klopp allerdings nach dem 1:1 gegen Tabellenführer Chelsea klar. «Das stimmt zwar nicht, aber das hab ich gesagt.» Er habe sich direkt beim Vierten Offiziellen entschuldigt, der offenbar entspannt reagierte. «Er sagte 'Kein Problem, ich mag ihre Leidenschaft'. Das war cool.»

Etwas mehr Coolness empfahl Klopp auch seinem Umfeld. Nach zuvor drei Heimniederlagen in nur acht Tagen sah sich der Trainer scharfer Kritik von Medien und sogar von Fans ausgesetzt. Das hatte ihn offensichtlich geärgert. «Wir alle im Verein müssen lernen, die Nerven zu behalten», forderte er nach dem Punktgewinn. «Lasst uns cool bleiben.» Leicht sarkastisch merkte er an: «Ich bin froh, dass wir ein kleines Signal senden konnten, dass wir noch Teil der Liga sind und Fußballspielen können - manchmal sogar richtig gut.»

Zwar hilft das Remis den Reds in der Meisterschaft kaum weiter. Doch Klopp blieb optimistisch. «Bis jetzt ist nichts entschieden, aber wir haben eine Chance», sagte er trotzig. «Es gibt für uns viel zu holen und wir werden sehen, wo das endet.» Dass die Titelträume nicht längst geplatzt sind, war Torhüter Mignolet zu verdanken, der bei Costas Strafstoß kurz vor Spielende nicht zu bezwingen war.

«Die Rettungstat, die das Titelrennen am Leben hält», nannte es die Tageszeitung «The Telegraph» vielleicht etwas zu euphorisch. Die «Daily Mail» empfahl hingegen, Liverpool solle sich «auf einen Champions-League-Platz fokussieren». Die Reds haben weiter zehn Punkte Rückstand auf die Spitze, rückten aber auf einen Punkt an die Konkurrenten Arsenal (1:2 gegen Watford/Platz 3) und Tottenham (0:0 in Sunderland/Platz 2) heran - ein kleiner Erfolg im Kampf um das Minimalziel Europa.

Gegen die Teams aus der Spitzengruppe hat Liverpool bisher kein Spiel verloren. Kapital konnte die Mannschaft jedoch nicht daraus schlagen, weil sie zu viele Punkte gegen Gegner verschenkt hat, die in der Tabelle hinter den Reds stehen. Wenn Klopp und Liverpool in der Meisterschaft wirklich noch ein Wörtchen mitreden wollen, müssen sie in den verbleibenden 15 Spielen auch vermeintlich schwächere Gegner schlagen. Am Samstag zeigt sich, was der Punkt gegen Chelsea wert ist. Dann spielt Liverpool auswärts beim Tabellenletzten Hull City.

Klopp-Aussagen auf Vereinswebsite

Daily Mail Artikel

Daily Telegraph Artikel

BBC Bericht

The Guardian Bericht

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