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Spaniens Ligapräsident warnt vor Destabilisierung

Javier Tebas ist der Präsident der spanischen Fußball-Liga. Foto: Juanjo Martin

Javier Tebas ist der Präsident der spanischen Fußball-Liga. Foto: Juanjo Martin

«Beide Vereine zahlen keine Marktpreise, sondern weit darüber hinaus. Das führt zu einer Inflation auf dem Transfermarkt und einer Destrukturierung der nationalen Ligen», sagte Tebas auf dem 3. Fußballkongress der «Frankfurter Allgemeine Zeitung».

La Liga hat in einer Studie die Handelsüberschüsse der beiden Vereine in den vergangenen fünf Jahren untersucht, gegen die die Europäische Fußball-Union (UEFA) wegen möglicher Verstöße gegen das Financial Fair Play ermittelt. Diese hätten weit über denen anderer Großvereine gelegen. «Dieses Finanzdoping schadet dem Fußball sehr», stellte Tebas fest.

Laut der Studie habe PSG von 2012 bis 2016 eine Milliarde Euro für neue Spieler ausgegeben. In diesem Sommer kam die spektakuläre Verpflichtung des Brasilianers Neymar für die Rekordablöse von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona hinzu. Zudem wurde für den vom AS Monaco ausgeliehenen Kylian Mbappé eine Kaufoption erworben, die den Franzosen zum zweitteuersten Spieler der Welt macht. Manchester City investierte in diesem Sommer 234 Millionen Euro, in den fünf Jahren zuvor waren es insgesamt 950 Millionen Euro.

«Wir klagen nicht den Transfer von Neymar an», sagte Tebas, «sondern die irreguläre Art und Weise der Transfers. Wenn das nicht geahndet wird, wird das den europäischen Fußball destabilisieren.»

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