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Transfers in Europa: Weitere Rekorde im Schatten von Neymar

Seine Dienste ließ sich Manchester United rund 85 Millionen Euro kosten: Romelu Lukaku. Foto: Dave Thompson

Seine Dienste ließ sich Manchester United rund 85 Millionen Euro kosten: Romelu Lukaku. Foto: Dave Thompson

In der Fußball-Bundesliga ist Corentin Tolisso mit 41,5 Millionen Euro der teuerste Neuzugang des Sommers und zugleich Rekordhalter in Deutschland. Mehr als der FC Bayern München für den Franzosen gab zuvor nie ein Club aus.

In den anderen europäischen Top-Ligen werden diese Summen aber noch deutlich übertroffen.

Allein in England gab es in den vergangenen Wochen gleich elf Transfers mit Ablösesummen von mindestens 40 Millionen Euro. Italiens Branchengrößen investierten mit mehr als 870 Millionen Euro viel mehr als deutsche Clubs. In Frankreich katapultierten die 222 Millionen Euro Weltrekord-Ablöse für Brasiliens Superstar Neymar die Ligue 1 in völlig neue Dimensionen. Und Kylian Mbappé ist eigentlich nicht nur ein günstiger Leihspieler, sondern dürfte Paris bald weitere 180 Millionen Euro kosten.

ENGLAND

Trotz des Neymar-Deals von Paris St. Germain ist die englische Premier League bei den Transferausgaben unangefochten an der Spitze. Laut Berechnungen der BBC zahlten die 20 Clubs auf der Insel rund 1,5 Milliarden Euro für neue Spieler. «The Guardian» kommt sogar auf 1,7 Milliarden Euro.

Am meisten Geld pumpte Manchester City in den Markt. Allein das Trio Benjamin Mendy, Bernardo Silva (beide vom AS Monaco) und Kyle Walker (von Tottenham Hotspur) kostete wohl etwa 133 Millionen Euro, insgesamt gaben die Citizens etwa 230 Millionen Euro aus. Der Wechsel von Ex-Bundesliga-Profi Gylfi Sigurdsson für 49,4 Millionen Euro von Swansea City zum FC Everton fällt da kaum noch auf.

Der Teuerste steht aber im Kader von Manchester United: Romelu Lukaku kostete den Club fast 85 Millionen Euro. Für 65 Millionen sicherte sich Mourinhos Ex-Club FC Chelsea die Dienste von Real Madrids Alvaro Morata. DFB-Spieler Antonio Rüdiger kam für 35 Millionen Euro vom AS Rom nach London, auch Danny Drinkwater (von Leicester City) wäre mit gut 38 Millionen Euro in der Bundesliga fast ein Rekordtransfer. Trainer Antonio Conte wird dennoch eine gewisse Unzufriedenheit nachgesagt. Denn auch Lukaku, Alex Oxlade-Chamberlain (für 43 Millionen Euro vom FC Arsenal zum FC Liverpool) und Ross Barkley (bleibt beim FC Everton) standen auf seinem Wunschzettel.

ITALIEN

Neun Clubs der Serie A haben laut «Gazzetta dello Sport» einen Rekord-Einkauf getätigt. In letzter Minute etwa griff der FC Turin zu und verzeichnete mit dem französischen Fußballer M'baye Niang den teuersten Neuzugang (Leihbasis, mehr als 12 Millionen Euro) in der Geschichte des Clubs.

Aufsehen erregten aber vor allem die neuen chinesischen Eigentümer des AC Mailands mit ihrer Shoppinglaune. Der größte Coup: Leonardo Bonucci kam für 42 Millionen Euro aus Turin. Die Einnahmen reinvestierte der neue Club von Weltmeister Sami Khedira in Federico Bernardeschi vom AC Florenz. Sein Preisschild: Rund 40 Millionen Euro. Benedikt Höwedes ist da mit vorerst 3,5 Millionen Euro Leihgebühr an den FC Schalke 04 geradezu ein Schnäppchen.

Auch die anderen ehemaligen Bundesliga-Profis in der Serie A waren im internationalen Vergleich relativ günstig: Für 17 Millionen Euro verpflichtete Juve den bislang ausgeliehenen Medhi Benatia vom FC Bayern und bezahlt 6 Millionen Euro Leihgebühr für Douglas Costa. Hakan Calhanoglu ging für 22 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum AC Mailand und trifft dort den 18 Millionen Euro teuren Ricardo Rodriguez vom VfL Wolfsburg.

SPANIEN

Real Madrid hielt sich mit superteuren Neuzugängen zurück, investierte aber für die Zukunft etwa 45 Millionen Euro für den 17 Jahre alten Brasilianer Vinícius Júnior. Er bleibt aber zunächst noch bei seinem Heimatverein Flamengo Rio de Janeiro. Die spanischen Vereine bezahlten geschätzt zwar mehr als 550 Millionen Euro für neue Fußballer, schafften es aber erstmals seit drei Jahren, bis kurz vor Ablauf ihrer Wechselfrist am Freitagabend mehr Geld bei Spielerverkäufen einzunehmen.

Richtig tief in die Tasche gegriffen hat auch nur der FC Barcelona, der den zweitteuersten Wechsel der Geschichte - Ousmane Dembélé - aber mit dem teuersten Wechsel der Geschichte - Neymar - schon gegenfinanziert hatte. Die 105 Millionen Euro plus bis zu 42 Millionen Euro Bonuszahlungen sind deswegen nur eine Zahl in der Bilanz. Dazu gaben die Katalanen 40 Millionen Euro für den schon 29 Jahre alten Brasilianer Paulinho aus, der zuletzt in China bei Evergrande kickte.

FRANKREICH

In Frankreich bestimmten vor allem zwei Transfers die Schlagzeilen: Jungstar Kylian Mbappé - offiziell zunächst nur ausgeliehen vom AS Monaco zu Paris St. Germain - und natürlich Neymar. Die 222 Millionen Euro für ihn sind Weltrekord - und pulverisierten allein die französischen Verhältnisse der Vergangenheit. Noch vor einem Jahr gaben die Erstligisten insgesamt 154 Millionen Euro für Zugänge aus.

Transfers Italien

Gazzetta dello Sport zum Abschluss des Transfermarktes

Kritik Aulas bei RMC/BFMTV, Frz.

Kritik Lyon-Präsident Aulas bei "Le Monde", Frz.

Bilanz der französischen Liga zu Transfers Sommer 2016, Frz.

BBC zu Premier-League-Transferzahlen

The Guardian zu Premier-League-Transfers

Sky Sports zu Premier-League-Transferausgaben

The Independent mit Premier-League-Transferranking

Liverpool Echo mit Reds-Bilanz

Story zum Transferüberschuss in Spanien (spanisch)

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