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Brose Bamberg glückselig nach 85:70-Sieg in Tel Aviv

Nicolo Melli (r) von den Brose Baskets Bamberg setzt zu einem weiteren Korbwurf gegen Tel Avivs Sonny Weems an. Foto: Abri Sultan

Nicolo Melli (r) von den Brose Baskets Bamberg setzt zu einem weiteren Korbwurf gegen Tel Avivs Sonny Weems an. Foto: Abri Sultan

Die Erleichterung bei Brose Bamberg war riesig. Nach dem so ersehnten klaren Erfolg in der Basketball-Euroleague kam der seit Wochen leidgeprüfte Andrea Trinchieri aus dem Schwärmen kaum noch heraus.

«Ich bin wirklich, wirklich, wirklich extrem happy für meine Spieler», sagte der Trainer der Franken nach dem 85:70 (46:30) bei Maccabi Tel Aviv, das sich die Profis um den alles überragenden Matchwinner Nicolò Melli mit einer beherzten Vorstellung verdient hatten. «Sie waren großartig, einfach großartig», lobte Trinchieri.

Im europäischen Elite-Wettbewerb rangiert Bamberg durch den dritten Sieg im elften Vorrundenspiel freilich weiter am Ende der Tabelle. Nach bislang fünf Niederlagen in den Schlusssekunden, die nur schwer zu verarbeiten waren, soll der Erfolg beim Euroleague-Champion von 2014 die Wende bringen. Darauf hoffen Trinchieri, Melli und Co.

«Die Tabelle ist falsch, einfach nicht richtig», betonte Melli und erklärte: «Wir spielen besser, als die Ergebnisse zeigen.» Trainer Trinchieri erinnerte an die jüngsten Enttäuschungen, etwa bei dem in der letzten Sekunde verpassten Coup gegen Titelverteidiger und Top-Favorit ZSKA Moskau in der Vorwoche: «Wir hatten viel Einsatz gezeigt, aber die Resultate nicht bekommen. Nur das hat gefehlt.»

In Tel Aviv passte endlich das Ergebnis zum Aufwand, den die Oberfranken nahezu über die gesamte Spielzeit betrieben. Den Unterschied machte Melli mit bärenstarken 27 Punkten und 14 Rebounds. Es war das vierte Double-Double des italienischen Allrounders in dieser Euroleague-Saison - und erstmals sprang dabei auch ein Sieg heraus. «Wir haben als Team gespielt, waren extrem effizient, sehr schlau, sehr fokussiert», analysierte Coach Trinchieri.

«Wir sind mit Persönlichkeit aufgetreten, haben einen fantastischen Job gemacht», sagte Melli, nachdem er mit zwei Dreiern in den letzten 71 Sekunden den Erfolg endgültig besiegelt hatte. Es waren seine Treffer fünf und sechs von jenseits der Drei-Punkte-Linie.

Damit räumte er letzte Zweifel am Erfolg aus - nachdem es Brose im Finish wieder unfreiwillig spannend gemacht hatte. Ein vormaliger 21-Punkte-Vorsprung aus dem dritten Abschnitt war im letzten Viertel bis auf neun Zähler zusammengeschmolzen. Aber diesmal retteten sich die Bamberger über die Zeit - vor allem dank Melli, der immer mehr zum entscheidenden Faktor beim achtmaligen Meister wird.

Auch dem abgeklärten Nationalspieler schien ein Stein vom Herzen zu fallen. «Wir kamen aus einem schwierigen Moment, hatten zuletzt Fehler gemacht, dumme Fehler», sagte Melli. «Wenn man so verliert, ist das schon hart.» Die Reaktion gerade bei einem so komplizierten Auswärtsspiel wie in Tel Aviv - laut Trinchieri eines der «großen Vorzeigeteams» in Europa - lässt auf eine bessere Zukunft hoffen. «Wie kehren mit einem historischen Gewinn heim», sagte der Coach.

Bamberg hat keine Zeit zum Verschnaufen. Am Sonntag steigt in Ulm die Wiederauflage des Bundesliga-Finales aus dem Frühjahr und zugleich das Duell der beiden noch ungeschlagenen Teams in der Liga. Und am Donnerstag darauf empfängt Brose Anadolu Istanbul in der Euroleague. Mit dem Schwung aus Tel Aviv soll dann die Aufholjagd weitergehen.

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