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Ulm düpiert Bamberg: Erste Niederlage für Basketball-Meister

Ratiopharm Ulm schlägt Brose Bamberg mit 78:63. Foto Stefan Puchner Foto: Stefan Puchner

Ratiopharm Ulm schlägt Brose Bamberg mit 78:63. Foto Stefan Puchner Foto: Stefan Puchner

Mit einer Gala-Vorstellung hat ratiopharm Ulm den deutschen Basketball-Meister Brose Bamberg entzaubert.

Im Bundesliga-Gipfel der zuvor ungeschlagenen Teams setzte sich der Vizemeister unter dem Jubel der 6200 Fans mit 78:63 (42:37) durch und fügte dem Titelverteidiger die erste Liga-Niederlage seit 26 Spielen zu. «Wir haben von der ersten Minute an kämpferisch überzeugt. Alle wollten diesen Sieg», lobte Ulms Trainer Thorsten Leibenath den Auftritt seines Teams.

Trotz der ersten Saison-Pleite behauptete Bamberg mit 26:2 Punkten vorerst die Tabellenführung vor den Schwaben, die zwei Spiele weniger absolviert haben und mit 24:0 Zählern nun das einzige ungeschlagene Team in der Bundesliga sind. «Wir wollten einen Richtwert, ob wir mit Bamberg mithalten können. Den haben wir bekommen. Das ist ein schöner Sieg, aber es war nur ein Bundesligaspiel. Wir tun gut daran, jetzt nicht völlig durchzudrehen», sagte Ulms Nationalspieler Per Günther.

Bester Werfer beim Sieger war Tim Ohlbrecht mit 19 Punkten. «Das war eine unglaubliche Leistung von ihm», lobte Leibenath den früheren Bamberger. «Wir haben das Ding geholt. So etwas macht einfach Spaß. Dafür spielt man Basketball», frohlockte Ohlbrecht. Auch Chris Babb (13), Raymar Morgan (12) und Braydon Hobbs (10) trafen zweistellig.

Für die enttäuschenden Bamberger traf Janis Strelnieks (14 Punkte) am häufigsten. «Wir wussten, dass es hier schwer wird», sagte Nationalspieler Lucca Staiger. Und Daniel Theis räumte ein: «Ulm wollte den Erfolg heute mehr als wir. Sie haben besser gespielt.»

Die Hausherren erwischten den besseren Start und lagen nach dem ersten Viertel mit vier Punkten vorn. Im zweiten Abschnitt baute der Vizemeister den Vorsprung beim 27:17 (12.) erstmals auf zehn Zähler aus.

Der Titelverteidiger aus Bamberg, der unter der Woche in der Europa League noch einen beachtlichen 85:70-Sieg bei Maccabi Tel Aviv gelandet hatte, bekam erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit etwas Zugriff auf die Partie und verkürzte auf fünf Punkte.

Sicherheit gab dies jedoch nicht. Ganz im Gegenteil: Nach dem Wechsel blieben die Franken zweieinhalb Minuten ohne Korbtreffer. Trainer Andrea Trinchieri war stocksauer und versuchte, seine Mannen in den Auszeiten immer wieder aufzuwecken - ohne Erfolg. Nach 25 Minuten war Ulm beim 53:41 auf zwölf Punkte enteilt.

Im Schlussviertel setzten sich die Schwaben dann entscheidend ab und feierten am Ende mit ihren Fans die Krönung einer tollen Woche, in der es mit der Vertragsverlängerung von Trainer Leibenath bis 2019 schon eine Erfolgsmeldung gegeben hatte.

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