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Ulms Basketballer krönen perfekte Woche - Günther verlängert

Per Günther (r) ist die Identifikationsfigur im Ulmer Basketball. Foto: Stefan Puchner

Per Günther (r) ist die Identifikationsfigur im Ulmer Basketball. Foto: Stefan Puchner

Selbst nach dem größten sportlichen Erfolg der Saison zählte für die Dauersieger von Ratiopharm Ulm mal wieder nur eines: Bescheidenheit. «Es ist schön, aber wir haben zunächst nur ein Bundesliga-Spiel gewonnen», sagte Nationalspieler Per Günther.

Doch das 78:63 gegen Brose Bamberg war nicht nur das Ende einer zehn  Spiele andauernden Niederlagenserie gegen den Meister, sondern auch die Krönung einer idealen Woche: Den Champion ist entzaubert, die Verträge mit Trainer Thorsten Leibenath und Aufbauspieler Günther bis 2019 wurden verlängert.

Da ließen es sich die bodenständigen Ulmer auch nicht nehmen, zur Ouvertüre der Oper Carmen mit ihren Fans ein wenig zu feiern. «Alle wollten diesen Sieg. Wir haben von der ersten Minute an kämpferisch überzeugt», bemerkte Coach Leibenath. Nach den schmerzhaften Niederlagen im BBL-Finale im Juni dieses Jahres ist seinem Team die Revanche gelungen - und ein Fingerzeig für die Zukunft. Denn nach dem Sieg im Duell der Ungeschlagenen sind die Ulmer mit zwölf Siegen aus zwölf Spielen das letzte makellose Team der Liga.

«Wir wollten einen Richtwert bekommen. Wie können wir mit Bamberg mithalten? Das haben wir in diesem Spiel schon geschafft», sagte Günther, der seine Vertragsverlängerung unter tosendem Applaus der  6200 Fans vor dem Spiel verkündete. «Ich wollte meinen Vertrag auch um fünf Jahre verlängern, aber der Stoll hat mir nur zwei Jahre gegeben», scherzte der 28-Jährige ins Mikrofon und bezog sich dabei auf die Gespräche mit Geschäftsführer Thomas Stoll. Dieser hatte von «den einfachsten Verhandlungen ever» berichtet. «Ich wäre ein Esel, wenn ich das hier nicht wertschätzen würde», erklärte Günther.

Mit Kontinuität, Bescheidenheit und großem Ehrgeiz ist ein echter Konkurrent für die zuvor in 26 Liga-Partien ungeschlagenen Bamberger herangewachsen. «Ich wusste, dass sie ein starkes Team haben, so dass mich ihre Leistung heute nicht überrascht hat», erklärte Bambergs Coach Andrea Trinchieri. Die Ulmer hätten sein Team «mit Energie überflutet.» Auch Nationalspieler Daniel Theis musste einräumen: «Ulm wollte diesen Erfolg mehr als wir. Sie haben besser gespielt.»

Leibenath hatte seine Mannschaft im Vorfeld als klaren Außenseiter gesehen, dennoch aber Hoffnungen gehegt, den Titelverteidiger ärgern zu können. Am Ende ärgerte sein Team die Oberfranken nicht nur, sondern demonstrierte über die volle Spielzeit seine Klasse: «Die Mannschaft war von Beginn an absolut gewillt, über sich hinauszuwachsen», stellte der 41 Jahre alte Trainer fest. Für ihn ist der Erfolg für die Zukunft und weitere Begegnungen mit dem Rivalen richtungsweisend: «Auch psychologisch war der Sieg nach all den Niederlagen gegen Bamberg wichtig. Man sollte jeden Gegner respektieren. Aber man muss vor keinem Angst haben, dann kann man auch gewinnen.»

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