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Abwehrnöte prägen Madrider Königsklassen-Derby

Real Madrids Coach Zinédine Zidane beobachtet Cristiano Ronaldo während einer Trainingseinheit. Foto: Paul White

Real Madrids Coach Zinédine Zidane beobachtet Cristiano Ronaldo während einer Trainingseinheit. Foto: Paul White

Beim Countdown zum Champions-League-Halbfinale zwischen Titelverteidiger Real Madrid und Stadtrivale Atlético blicken beide Trainer sorgenvoll nach hinten.

Sowohl Reals Zinédine Zidane als auch Diego Simeone werden vor der Wiederauflage der Finals von 2014 und 2016 von Abwehrnöten geplagt. Bei Atlético ist es das von Verteidigern gefüllte Lazarett, bei den Königlichen um Weltmeister Toni Kroos die Abwehrschwäche. «Madrid ist ein Sieb», titelte die Sportzeitung «Mundo Deportivo». Das treibe «Zizou» zum Wahnsinn.

Marcelo symbolisiert das «reale» Problem am besten. Der linke Verteidiger ist vorne meistens hui, hinten aber nicht selten pfui. Mit seinem Tor in der 86. Minute rettete der Brasilianer am Samstag beim 2:1 gegen den FC Valencia (2:1) die im heißen Liga-Titelkampf gegen den FC Barcelona immens wichtigen drei Punkte. Die meisten Medien stimmen überein: Trotz eines Cristiano Ronaldo, der den FC Bayern mit fünf Toren im Viertelfinale praktisch im Alleingang aus dem Wettbewerb schoss, sind die Außenverteidiger Marcelo und Dani Carvajal mit die besten Sturmwaffen.

Real geht bereits seit 58 Pflichtspielen in Serie nicht mehr leer aus. Der Rekord, den die Bayern zwischen den Frühjahren 2013 und April 2014 mit 61 Tor-Spielen in Folge aufstellten, ist in Gefahr. Dafür hat Real diese Saison in 51 Pflichtbegegnungen bereits 65 Treffer kassiert. Bei nur neun Begegnungen konnte man den eigenen Kasten sauber halten. In der Champions League gab es bisher immer mindestens ein Gegentor. Gegen die normalerweise immer abwehrstarken Stadtrivalen könnte Gegentore schlimme Folgen haben.

Aber auch bei Atlético hakt es zur Zeit hinten. Nicht wegen der Gegentore. In der Primera División stellt der Madrider Arbeiter-Verein mit 25 kassierten Toren in 35 Spielen erneut die beste Hintermannschaft. In der Champions League musste man in zehn Spielen nur fünf Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen, darunter einmal in der Gruppenphase beim 0:1 bei den Bayern sowie zwei beim 4:2-Gesamterfolg gegen Bayer Leverkusen im Achtelfinale.

Im Bernabéu wird Simeone aber nur vier Abwehrleute zur Verfügung haben. Nach Juanfran und Sime Vrsaljko verletzte sich beim 5:0-Ligakantersieg bei UD Las Palmas auch noch José María Giménez. Der Uruguayer wird auch im Rückspiel fehlen. Rechts soll am Dienstag zunächst der etatmäßige Innenverteidiger Stefan Savi? spielen.

In der Champions League war Real für Atlético in den letzten drei Spielzeiten Endstation. Neben 2014 und 2016 zog man auch 2015 im Viertelfinale den Kürzeren. In der Liga liegt der Club nur dem dritten Platz zehn Punkte hinter den führenden Real und Barcelona (je 81). 

Dennoch herrscht bei den «Colchoneros», den «Matratzenmachern», die nie die Königsklasse gewinnen konnten, Optimismus. «Wir haben keine Angst», beteuert Fernando Torres. «Die beiden Finals spielen keine Rolle mehr. Real ist Favorit, aber wir können das schaffen, was keiner Atlético-Generation vor uns gelungen ist», wurde der 33 Jahre alte El Niño von «El País» (Montag) zitiert.

Real will als erstes Team überhaupt den Königsklassen-Titel verteidigen. Zunächst muss man es ins Finale am 3. Juni in Cardiff schaffen, wo der Sieger des Duell Juventus-Monaco warten wird. Man werde im Hinspiel ein gutes Ergebnis holen müssen, sagte Casemiro auf der Homepage der UEFA. «Wir wissen um Atléticos Stärken, sie stehen verdient im Halbfinale. Sie spielen guten Fußball und sie haben einen großartigen Trainer, der ein Spiel sehr gut lesen kann», warnte der Mittelfeldmann aus Brasilien.

Aussagen von Casemiro

Schlagzeile von Mundo Deportivo

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