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Bayer nach CL-Lehrstunde um Optimismus bemüht

Die Leverkusener Spieler ließen nach dem Spiel gegen Atlético die Köpfe hängen. Trotzdem bemüht sich Bayer darum, auch positive Aspekte aus der Niederlage zu ziehen. Foto: Federico Gambarini

Die Leverkusener Spieler ließen nach dem Spiel gegen Atlético die Köpfe hängen. Trotzdem bemüht sich Bayer darum, auch positive Aspekte aus der Niederlage zu ziehen. Foto: Federico Gambarini

Die Ernüchterung konnte niemand verbergen. Doch trotz der aussichtslosen Lage nach dem 2:4 (0:2) gegen Atlético Madrid im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League waren alle Leverkusener um Optimismus bemüht.

«Man muss sehen, wie wir zurückgekommen sind. Das war außergewöhnlich. Man sieht, wie viel Leben und wie viel Mut in der Mannschaft stecken», sagte Bayer-Trainer Roger Schmidt.

Doch mit Courage allein wird das erneute Ausscheiden gegen den Vorjahresfinalisten Atlético, an dem Bayer vor zwei Jahren auch in der ersten K.o.-Runde gescheitert war, im Rückspiel am 15. März kaum zu verhindern sein. Aber nach der Lehrstunde ging es auch darum, sich den jüngsten Aufschwung in der Bundesliga durch die Siege gegen Frankfurt und in Augsburg nicht zu zerreden. Also zog jeder die positiven Aspekte aus einem Spiel, das den 29 300 Zuschauern in der BayArena vor allem in der ersten Halbzeit einen Klassenunterschied offenbarte.

«Wir haben uns nochmal toll gewehrt und am 3:3 geschnuppert. Am Schluss haben sie uns dann noch einmal richtig weh getan», sagte Rudi Völler bei Sky. Mit Blick auf das Rückspiel fügte der Bayer-Sportdirektor an: «Ich habe aber im Fußball schon so viel erlebt. Wir werden nicht nach Madrid fahren, um uns freiwillig zu ergeben.»

Kleine Wunder sind im modernen Fußball auf diesem Niveau jedoch selten. Bayer gelang so eines 1988, als Bum-Kun Cha, Tita, Klaus Täuber und Co. ein 0:3 bei Espanyol Barcelona im Rückspiel egalisierten und sich im Elfmeterschießen den UEFA-Cup holten.

Der Unterschied war deutlich größer als vor 29 Jahren. «Man hat gesehen, dass wir eine sehr junge Mannschaft sind», sagte Nationalspieler Julian Brandt (20), der mit Benjamin Henrichs (19) und Teenager Kai Havertz (17) die Jugend-Fraktion bildet. Leverkusen war «zu naiv» (Brandt) und «zu nervös» (Henrichs), der Champions-League-Finalist von 2014 und 2016 abgezockt und eiskalt. «Wir haben das taktisch perfekt gemacht und das Spiel gut gelesen», sagte Atlético-Coach Diego Simeone.

Grobe Fehler, vor allem von 15-Millionen-Zugang Aleksandar Dragovic, nutzten die Gäste zu einem 2:0 durch Saul Niguez (17. Minute) und Antoine Griezmann (25.). Die Leverkusener Lichtblicke durch Karim Bellarabi (48.) und das Eigentor von Stefan Savic (68.) beantwortete das Simeone-Team eiskalt durch Kevin Gameiro (58., Foulelfmeter) und Welt- und Europameister Fernando Torres (86.).

«Wir hätten noch das 3:3 machen können», sagte Brandt mit Blick auf die Szene, in der Atletico-Verteidiger Filipe Luis einen Schuss von Chicharito vor der Torlinie wegschlug. Aber dem Olympiazweiten fiel es auch schwer, vor dem Rückspiel Zuversicht zu demonstrieren: «Hoffnung ist eigentlich immer da, die stirbt zuletzt. Die Konstellation ist aber schon schwierig. Wir spielen auswärts und haben vier Tore kassiert», sagte er.

Dennoch soll die schmerzliche Erfahrung nicht die positive Grundstimmung dank des Aufschwungs in der Liga überlagern, der die öffentlichen Diskussionen um Trainer Schmidt verstummen ließ. Am Samstag steht für Bayer das Heimspiel gegen Mainz 05 (15.30 Uhr) an. Mit einem Sieg kann Leverkusen den Rückstand auf die internationalen Plätze weiter verkürzen. Der Wille dazu ist da. «Gegen Mainz fängt alles wieder von vorne an. Wir müssen dran bleiben», erklärte Henrichs.

Fakten zum Spiel

Homepage Bayer Leverkusen

Homepage Atlético Madrid

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