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Hoffenheim nach Auftaktsieg bereit für Showdown in Liverpool

Trainer Julian Nagelsmann holte sich vor dem Spiel in Liverpool mit Hoffenheim Selbstbewusstsein. Foto: Uwe Anspach

Trainer Julian Nagelsmann holte sich vor dem Spiel in Liverpool mit Hoffenheim Selbstbewusstsein. Foto: Uwe Anspach

Seinen Matchplan für den Playoff-Showdown in der Champions League beim FC Liverpool wollte Julian Nagelsmann nach dem Bundesliga-Auftaktsieg gegen Werder Bremen nicht verraten.

Aus seiner Hoffnung auf ein Fußball-Wunder an der Anfield Road machte der sichtlich zufriedene Trainer der TSG 1899 Hoffenheim aber kein Geheimnis. «Der Grobplan ist ein 2:0, noch schöner wäre ein 3:0», sagte Nagelsmann vor dem Rückspiel am Mittwoch.

Der 1:0-Erfolg gegen Bremen durch den späten Glücktreffer von Joker André Kramaric in der 84. Minute stärkte die Zuversicht, trotz der 1:2-Hypothek aus dem Hinspiel doch noch den Einzug in die Gruppenphase der europäischen Königsklasse klarzumachen. «Wir können das Ding drehen. Dafür werden wir alles tun», sagte Neu-Nationalspieler Kerem Demirbay.

Im Geduldsspiel gegen defensive und nach dem Wechsel nur noch destruktive Bremer lieferte die Nagelsmann-Truppe einen Beweis ihrer gewachsenen Reife, die nun auch auf der internationalen Fußball-Bühne zum Tragen kommen soll. «Das war ein guter Auftakt, der den Rückenwind verstärkt», stellte TSG-Profichef Alexander Rosen zufrieden fest.

Obwohl Nagelsmann zwischen den beiden Duellen mit dem 18-maligen englischen Meister gleich auf sechs Positionen rotierte, dominierte die TSG das Spiel und ließ bis zum Schluss nicht locker. Eine Qualität, die der vor dem Anpfiff als Trainer des Jahres geehrte Nagelsmann besonders hervorhob: «Man hätte in der 65. Minute ja auch sagen können, wir spielen am Mittwoch schon wieder, da machen wir mal ruhig und begnügen uns heute mit einem Unentschieden. Aber die Mannschaft hat bis zur 90. Minute Vollgas gegeben. Das war die wichtigste Erkenntnis.»

Eine andere war, dass der Kader in dieser Spielzeit so tief besetzt ist wie noch nie. «Wir hatten in den ersten drei Pflichtspielen - im Pokal, in der Champions League und in der Bundesliga - 19 oder 20 verschiedene Spieler in der Startformation. Das wird ein Schlüssel sein in der für uns neuen Herausforderung, dass wir eine breite Qualität haben», betonte Rosen.

Nachdem Demirbay nach einer Stunde mit einem Schuss an die Unterkante der Latte die größte Chance zur Führung verpasst hatte, brachten die Einwechslungen von Kramaric und des Ex-Bremers Serge Gnabry die entscheidenden Impulse. «Das ist natürlich ein schönes Gefühl, solche Spieler von der Bank bringen zu können», erklärte Rosen.

Am Ende belohnte sich die TSG verdient mit drei Punkten. «Das erste Saisonspiel ist immer bedeutend, das sind die ersten Schritte eines langen Weges. Oft sind sie mühsam, aber wir sind gut reingekommen», befand Nagelsmann. Danach schalteten alle sofort in den Champions-League-Modus um. «Jetzt freue ich mich auf Liverpool», sagte Demirbay. «Wir können dort etwas Außergewöhnliches schaffen.»

Kader 1899 Hoffenheim

Kader Werder Bremen

Statistik zum Spiel

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