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Juve gegen Barça: Ein Knaller mit umgekehrten Vorzeichen

Juves Gonzalo Higuain (l) und Sami Khedira sehen dem Spiel gegen den FC Barcelona mit Zuversicht entgegen. Foto: Alessandro Di Marco

Juves Gonzalo Higuain (l) und Sami Khedira sehen dem Spiel gegen den FC Barcelona mit Zuversicht entgegen. Foto: Alessandro Di Marco

Seine großen Sorgen will Luis Enrique sich nicht anmerken lassen. «In Turin wird das ganz anders», beteuert der Trainer des FC Barcelona nach der herben 0:2-Pleite in der spanischen Liga beim FC Málaga.

Die Titelverteidigung in der Liga rückt für das Team von Fußball-Superstar Lionel Messi nach der Niederlage in weite Ferne - umso wichtiger ist ein Erfolg am Dienstag (20.45 Uhr) im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Juventus Turin.

Dabei findet das Duell zwischen den Katalanen mit Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen und dem italienischen Rekordmeister mit Weltmeister Sami Khedira unter umgekehrten Vorzeichen statt. Die lange als bestes Team Europas geltenden Katalanen machen eine der unbeständigsten Spielzeiten seit zehn Jahren durch. Die Bianconeri lassen derweil kaum Schwächen erkennen und scheinen - wenn nicht als Favorit - so doch zumindest auf Augenhöhe mit dem Gegner in die Revanche für das Berliner Endspiel von 2015 zu gehen, das Messi & Co. mit 3:1 gewannen.

In Barcelona liegen bei vielen die Nerven blank. Messi wirkte in Málaga überhastet, Neymar sah eine unnötige Gelb-Rote Karte und wurde in den Medien als «unreif» kritisiert. Der Brasilianer spendete dem vierten Unparteiischen auf dem Weg in die Kabine noch ironischen Beifall, so dass ihm in der Liga eine längere Sperre droht. Die in Katalonien erscheinende Zeitung «Sport» forderte von den Kickern groß auf Seite eins eine «championswürdige Reaktion».

Trainer Enrique setzt auf Teamgeist und lässt deshalb den gesperrten Mittelfeld-Routinier Sergi Busquets sowie die verletzten Arda Turan und Aleix Vidal mit nach Turin fliegen. Aber ob die geforderte Reaktion gegen das heimstarke Juve möglich ist? Barça hat nicht nur in Málaga, sondern auch zwei der drei letzten Auswärtsspiele in der Königsklasse verloren und kassierte im Achtelfinal-Hinspiel gegen Paris Saint-Germain gar eine 0:4-Klatsche.

Ganz anders ist die Situation für Juve, das in der Serie A klar auf Kurs sechster Meistertitel in Serie ist und im Pokalfinale steht. 21 Jahre nach dem letzten Triumph in Europa will Juve endlich wieder die Königsklasse gewinnen. «Unbeschwert, angstlos und mit dem Bewusstsein, wer wir sind», twitterte Trainer Massimiliano Allegri. Für Routinier Gianluigi Buffon und Co. könnte es zudem eine der letzten großen Chancen auf den ersehnten Pokal sein.

Im Fokus steht am Dienstag auch ein pikantes argentinisches Duell: Messi trifft auf Juves 23 Jahre altes Offensiv-Talent Paulo Dybala, das in Barcelona als Verstärkung für nächste Saison gehandelt und von einigen sogar als Messi-Nachfolger gesehen wird. «Ich will nicht der neue Messi sein», sagte Dybala der Zeitung «La Repubblica». «Er hat so viele Champions-League-Titel gewonnen, ich keinen und ich träume vom ersten: Ich spiele für Juve und ich will gewinnen.»

Das Duell mit Barça gehen die Bianconeri mit großem Selbstvertrauen an. «Mental sind wir ein optimaler Form», sagte Verteidiger Stephan Lichtsteiner. Sami Khedira twitterte nach dem 2:0-Sieg gegen Chievo Verona in der Liga am Samstag: «Gut, vor der großen Herausforderung am Dienstag einen weiteren Heimsieg zu holen.»

Titelseite von Sport

Aussagen von Luis Enrique

Kritik an Neymar, Spanisch

Allegri auf Twitter, Italienisch

Dani Alves auf Fifa.com, Englisch

Khedira auf Twitter, Englisch

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