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Juventus Turin zwischen Vor- und Zuversicht

Gianluigi Buffon hat noch nie die Champions League gewonnen. Foto: Alessandro Di Marco

Gianluigi Buffon hat noch nie die Champions League gewonnen. Foto: Alessandro Di Marco

Ein Traum ist da noch, den sich Gianluigi Buffon in seiner mehr als zwei Jahrzehnte langen Karriere unbedingt erfüllen will.

Den legendären Torwart des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin trennen noch zwei Schritte vom Triumph in der Champions League am 3. Juni im walisischen Cardiff. Der Titel in der Königsklasse fehlt dem 39-Jährigen noch. Damit sein Traum weiter lebt, muss Buffon am Mittwoch (20.45 Uhr) im ersten Halbfinale beim französischen Spitzenreiter AS Monaco möglichst den Kasten sauber halten.

Zumindest die Bilanz aus den vergangenen Spielen spricht dafür, dass der Erfolgskurs von Juve in der Champions League noch nicht zu Ende ist. In den zehn Spielen dieser Saison schafften die Gegner es nur zweimal, gegen den Verein zu treffen. In den letzten fünf Spielen verbuchten die Turiner stets Zu-Null-Erfolge.

Doch nicht nur für SuperGigi ist es ein langersehnter Titel, der nach dem Sieg über Barça nun zum Greifen nah ist. «Juve, schreib Geschichte!», feuern die italienischen Medien den Club an, der zuletzt in der Saison 1995/96 die Champions League gewonnen hatte.

Zu sehr will man sich in Turin nicht in die Favoritenrolle drängen lassen. «Die größte Gefahr für dieses Halbfinale wäre zu denken, dass wir schon die Champions League gewonnen haben, weil wir Barcelona eliminiert haben», sagte der Brasilianer Dani Alves der «Gazzetta dello Sport». «Der Wettkampf ist noch nicht vorbei und die Trophäe ist noch nicht gewonnen.»

Auch der deutsche Fußballnationalspieler Sami Khedira mahnte Vorsicht an. «Ein starkes Team mit vielen talentierten Spielern und einer beeindruckenden Serie in dieser Saison», schrieb er auf Twitter zum Duell mit dem französischen Liga-Tabellenführer. «Wir müssen vorsichtig sein, aber das Ziel ist klar.» Khedira selbst wird im ersten Halbfinalspiel gesperrt fehlen: Wegen eines Fouls an Luis Suárez sah er seine dritte Gelbe Karte in dem Wettbewerb.

«Das ist eine richtig giftige Mannschaft», sagte Juve-Verteidiger Giorgio Chiellini der «Süddeutschen Zeitung» vor der Partie gegen Monaco. Doch dass die Bianconeri mit gestärktem Selbstbewusstsein ins Halbfinale ziehen, kann auch er nicht leugnen.

Und bisher ging Juventus in der Champions League gegen die offensivstarken Franzosen stets als Sieger hervor. Zuletzt trafen sich die beiden Clubs im Viertelfinale 2014/15 - am Ende stand es 1:0 für Juventus. 1997/98 ging das Halbfinale 6:4 für die Bianconeri aus.

«Wir haben vor zwei Jahren gegen Monaco gespielt und ich erinnere mich an zwei harte Spiele», sagte Juves Vizepräsident und ehemaliger Mittelfeldspieler, Pavel Nedv?d. «Juve hat sich aber auch verändert - das Team hat jetzt mehr Selbstvertrauen. Ich kann es in den Augen der Spieler sehen, dass sie unbedingt den Titel holen wollen.»

Doch auch beim Gegner Monaco ist der Wille zum Erfolg da. Es sei nicht nur das Ziel in Frankreich, sondern auch in Europa Titel zu gewinnen, sagte Stürmer Radamel Falcao vor dem Match im Interview der Sportzeitung «L'Équipe». Daheim scheint das Team um die Youngster Kylian Mbappé (18), Thomas Lemar (21) und Bernardo Silva (22) nach dem Wochenende den ersten Ligue-1-Titel seit dem Jahr 2000 bereits unter Dach und Fach zu haben. Da man zuletzt den FC Toulouse mit 3:1 schlug und Verfolger Paris SG bei OGC Nizza mit 1:3 unterging, benötigen die Monegassen aus den letzten vier Begegnungen nur noch sechs Punkte zum Titelgewinn.

«Wir haben schon viel erreicht, aber wir wollen mehr», sagte AS-Trainer Leonardo Jardim nach dem letzten Spiel. Gegen Buffon & Co. wird es allerdings wohl deutlich schwerer als gegen Toulouse oder sogar im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund. Das denkt auch Falcao. «Die haben einen großartigen Defensivblock. Ich weiß nicht, ob wir Tore erzielen werden. Aber unser Sturm ist auch nicht schlecht, oder? Und im Fußball ist alles möglich. Wir wollen ins Finale», meinte der Routinier aus Kolumbien.

UEFA-Vorschau

Chiellini in der "Süddeutschen Zeitung"

Dani Alves in der "Gazzetta dello Sport"

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