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Badstubers Vorfreude auf Cup-«Finale» in München

Schalke-Leihspieler Holger Badstuber steht vor dem zweiten Duell binnen 25 Tagen mit seinem Ex-Club aus München. Foto: Friso Gentsch

Schalke-Leihspieler Holger Badstuber steht vor dem zweiten Duell binnen 25 Tagen mit seinem Ex-Club aus München. Foto: Friso Gentsch

Der Ärger über eine weitere vertane Chance in der Bundesliga war noch nicht verraucht, da rückt beim FC Schalke 04 mit dem Pokal-Viertelfinale beim FC Bayern München schon die nächste Herkulesaufgabe in den Fokus.

Angesichts des weiterhin großen Rückstandes auf die Europapokalplätze bekommt das Spiel in München am Mittwoch für die Königsblauen eine noch größere Bedeutung: «Das ist ein K.o.-Spiel», sagte Holger Badstuber vor dem zweiten Duell mit seinem Ex-Club aus München innerhalb von 25 Tagen. «Das ist DFB-Pokal, da ist jede Partie ein Endspiel.»

Wer wüsste besser, wie schwer ein Weiterkommen beim Titelverteidiger und Rekord-Cupsieger ist als Badstuber. Der im Januar von Schalke ausgeliehene Innenverteidiger gewann selbst dreimal mit den Bayern die begehrte Vereinstrophäe (2010, 2013, 2016). «Natürlich wird das eine harte Nuss. Wir fahren da als Außenseiter hin. Bayern ist die Dominanz pur. Sie haben die beste Mannschaft, das wissen wir», sagte Badstuber nach dem 1:1 am Sonntag im Bundesliga-Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim, bei dem Schalke eine insgesamt schwache Vorstellung bot.

Gleichwohl werde man sich in München nicht kampflos ergeben. Immerhin gelang am 4. Februar, als Badstuber erstmals das Schalke-Trikot trug, mit dem 1:1 an alter Wirkungsstätte ein Achtungserfolg. Mit Respekt, aber ohne Furcht reise man gen Süden, betonte der Bayern-Insider. «Warum sollten wir Angst haben? Große Töne spucken wir nicht, aber wir werden dort alles versuchen.»

Als Schalke 2011 die Münchner in der Allianz-Arena im Halbfinale durch ein Tor von Raúl ausschaltete, saß Badstuber nur auf der Bayern-Bank. Selbst wusste das der 27 Jahre alte Nationalspieler gar nicht mehr, obwohl er sich an die Partie noch erinnert. «Aber habe ich da gespielt?» Hat er nicht, aber am Mittwoch ist sein Einsatz wohl sicher. Als Ersatz für den verletzten Naldo ist er in Schalkes Abwehrzentrale derzeit unverzichtbar.

Natürlich werde er «im Austausch mit dem Trainer sein, wie vor dem ersten Spiel auch», verriet Badstuber. Aber große Wissenslücken dürfte es auch bei Schalkes Coach Markus Weinzierl nicht geben. «Dass die Bayern derzeit wieder in Höchstform sind, wissen wir auch. Aber wir haben in diesem Jahr schon ein gutes Spiel in München gemacht», erinnerte Alessandro Schöpf, dessen frühes 1:0 (6. Minute) gegen Hoffenheim nicht zum Sieg reichte.

Auch der 23 Jahre alte Österreicher, mit nun sieben Pflichtspieltoren Schalkes bester Torschütze in der laufenden Saison, hat übrigens eine Münchner Vergangenheit. Von 2009 bis 2014 durchlief Schöpf von der U16 bis zur U19 alle Nachwuchsteams der Bayern, ehe er in den Bundesliga-Kader aufrückte. Zum Einsatz kam er in der höchsten Spielklasse für die Bayern aber nie, wechselte für rund 400 000 Euro zum 1. FC Nürnberg. Vor gut einem Jahr folgte dann der Sprung ins Revier. Klar, dass der Nationalspieler seine Serie von drei Toren in den zurückliegenden drei Spielen (Köln, Saloniki, Hoffenheim) gern ausbauen würde. «Wir wollen den Bayern einen Fight abliefern und in die nächste Runde einziehen. Wir werden dort alles raushauen», versprach der laufstarke Mittelfeldspieler.

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